Proben im 3D-Studio
Mit der 3D-Software zacview der Wiener Firma zkoor GmbH ziehen die Volksoper Wien und die Wiener Staatsoper in ein digitales Studio. Dort wird geprobt, getestet und programmiert – so realistisch, dass die eigentliche Bühne für das Wesentliche frei bleibt: für die Kunst. Hinter der Idee steckt ein vollständiger digitaler Zwilling der Häuser. Bühne, Bühnenturm, Maschinerie, Licht, Video, sogar der Zuschauerraum – alles wird originalgetreu nachgebaut. In dieser Simulation können Szenenwechsel, Lichteinstellungen oder Videoprojektionen vorab ausprobiert werden.
Züge fahren, Scheinwerfer richten sich, Dekorationen bewegen sich – fast so, als stünde man mitten im Haus.
Volksoper Wien: Pionierin im digitalen Probenraum
Den Anfang machte die Volksoper Wien. Im Zuge des Portalumbaus im Jahr 2021 mussten dort sämtliche Repertoireproduktionen neu eingerichtet und ausgeleuchtet werden – eine Aufgabe, die ohne zacview kaum zu bewältigen gewesen wäre. Mithilfe der Software konnten die komplexen Lichtanpassungen effizient vorbereitet werden, ohne den Bühnenbetrieb unnötig zu blockieren. Ausgehend davon wurde das System Schritt für Schritt erweitert: In mehreren Phasen kamen auch Automation und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 22
von Werner Petricek
Im Stuttgarter Norden schlägt seit über 20 Jahren das kulturelle Herz der Stadt. Am 29. März 2003 öffnete das Theaterhaus am Pragsattel seine Türen zum ersten Mal. Die ehemalige Fabrikhalle der Rheinstahl Handelsgesellschaft wurde 1923 nach Plänen des Architekten Emil Fahrenkamp aus Düsseldorf erbaut. Die Neueröffnung 2003 war im Grunde genommen eine...
Stellt euch Folgendes vor: In einem großen deutschen Theater kann fast die Hälfte der eingesetzten Energie – also 48 Prozent – eingespart werden. Ohne Neubau, ohne Verzicht auf Wohlfühltemperaturen, ohne massive technische Eingriffe oder Umbauten. Einfach nur, indem man das Gebäude so betreibt, wie es tatsächlich genutzt wird. In anderen, vergleichbaren Häusern,...
Der Schatten stand über Jahrhunderte buchstäblich im Schatten der Wahrnehmung. Die Aufmerksamkeit galt dem Licht, das spätestens seit der Aufklärung mit dem Anspruch einer umfassenden Erkenntnis gleichgesetzt wurde. Insofern kann die Entwicklung zumindest unserer westlichen Gesellschaften durchaus als eine Geschichte gelesen werden, in der ein Mehr an Beleuchtung...
