Proben im 3D-Studio

Ein bekanntes Thema: Probenzeit auf den Hauptbühnen von Schauspiel- und Opernhäusern ist ein knappes Gut. Probenpläne für alle Gewerke und Stücke ausgewogen zu gestalten, bedeutet viel Aufwand. Denn künstlerisches Arbeiten braucht Freiheit und Raum, und die technischen Abteilungen benötigen Zeit zum Einrichten der Stücke. Mit der 3D-Software zacview sind Proben im Virtuellen möglich

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Mit der 3D-Software zacview der Wiener Firma zkoor GmbH ziehen die Volksoper Wien und die Wiener Staatsoper in ein digitales Studio. Dort wird geprobt, getestet und programmiert – so realistisch, dass die eigentliche Bühne für das Wesentliche frei bleibt: für die Kunst. Hinter der Idee steckt ein vollständiger digitaler Zwilling der Häuser. Bühne, Bühnenturm, Maschinerie, Licht, Video, sogar der Zuschauerraum – alles wird originalgetreu nachgebaut. In dieser Simulation können Szenenwechsel, Lichteinstellungen oder Videoprojektionen vorab ausprobiert werden.

Züge fahren, Scheinwerfer richten sich, Dekorationen bewegen sich – fast so, als stünde man mitten im Haus.

Volksoper Wien: Pionierin im digitalen Probenraum
Den Anfang machte die Volksoper Wien. Im Zuge des Portalumbaus im Jahr 2021 mussten dort sämtliche Repertoireproduktionen neu eingerichtet und ausgeleuchtet werden – eine Aufgabe, die ohne zacview kaum zu bewältigen gewesen wäre. Mithilfe der Software konnten die komplexen Lichtanpassungen effizient vorbereitet werden, ohne den Bühnenbetrieb unnötig zu blockieren. Ausgehend davon wurde das System Schritt für Schritt erweitert: In mehreren Phasen kamen auch Automation und ...

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BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 22
von Werner Petricek

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