Reiche Welt aus Bildern und Klängen
Zeichnungen, die auf einmal lebendig werden: Spinnen, die aus einem Stift fließen, sich plötzlich bewegen und durchs Atelier rennen. William Kentridge ist ein Künstler, dessen Bildwelten sich immer wieder verselbstständigen. Auf unterhaltsamste Art und Weise! Sodass das Atelier-Geschehen in seiner im Corona-Lockdown entstandenen Serie „Self Portrait as a Coffee Pot“ über neun halbstündige Episoden immer wieder vom Sinnieren über das Wesen des Künstlers kippt – in schnelle animierte Action- oder Horrorkurzfilme aus Kentridges Pinsel.
Kentridge zeichnet, er filmt, er baut, er inszeniert, er performt. All diese Dimensionen seines Schaffens versammeln die Staatlichen Museen Dresden in den drei Ausstellungen, die sie dem südafrikanischen Gesamtkünstler zum 70. Geburtstag unter dem Gesamttitel „Listen to the Echo“ im Albertinum, dem Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss und in der Puppentheatersammlung widmen.
Eine Ode an den Surrealismus
In der Puppentheatersammlung begrüßen einen am Eingang die 31 Masken aus der Kammeroper „The Great Yes, The Great No“, die dieses Jahr in Arles zur Premiere gebracht wurde, dann auch im deutschsprachigen Raum tourte und unter anderem im Oktober im ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Ausstellungen, Seite 52
von Sophie Diesselhorst
Theaterbauwissen Objekte, Medien und Diskurse zwischen Kaiserreich und Kaltem Krieg
von Jan Lazardzig, Bri Newesely, Kerstin Wittmann-Englert, Franziska Ritter, Halvard Schommartz, Marie-Charlott Schube (Hrsg.)
304 Seiten, 80 farb. Abb., 17 × 24 cm. ISBN 978-3-98612-083-2
Jovis Verlag, Berlin 2025 EUR 42,00
Als öffentliche Bauaufgabe sind Theater ein exponierter...
Bei „Smart aber herzlich“ in der Regie von Nils Corte am Staatstheater Nürnberg geht es darum, dass das Verkaufshologramm eines Maklerbüros versucht, eine Wohnung unter die Leute zu bringen, aber das Inventar – Staubsaugerroboter und Smartfridge – sich alle Mühe gibt, jeden Interessierten zu vergraulen. Für die Zuschauer:innen besteht 42 Tage lang die Möglichkeit,...
Im Stuttgarter Norden schlägt seit über 20 Jahren das kulturelle Herz der Stadt. Am 29. März 2003 öffnete das Theaterhaus am Pragsattel seine Türen zum ersten Mal. Die ehemalige Fabrikhalle der Rheinstahl Handelsgesellschaft wurde 1923 nach Plänen des Architekten Emil Fahrenkamp aus Düsseldorf erbaut. Die Neueröffnung 2003 war im Grunde genommen eine...
