Rahmen und Räume
Für das meistgespielte Drama hierzulande entstand an der Volksbühne Berlin ein ungewöhnliches Bühnenbildkonzept, das nicht nur inhaltlich auf die Hauptfigur zugeschnitten ist, sondern auch in das knappe zeitliche und finanzielle Budget des Hauses passt. Was es dabei zu berücksichtigen gab und wie die technische Realisierung letztlich vonstattenging, berichten die Bühnenbildnerin und der Konstrukteur.
Zu dieser Produktion an der Volksbühne Berlin erklärt Dramaturg Florian Feigl Folgendes: „Wedekinds Stück ‚Lulu‘, bestehend aus den Dramen ‚Erdgeist‘ und ‚Büchse der Pandora‘, hat eine wechselhafte Entstehungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte: Umschreibungen, Privataufführungen, Verbote, schließlich Überarbeitung zum Drama Lulu. Die Figur inspirierte zu Stumm- und Tonfilmen, der Oper von Alban Berg, einer Umsetzung von Robert Wilson mit Musik von Lou Reed, einer ersten Aufführung des Urtexts 1988 in der Regie von Peter Zadek in Hamburg. Stück wie Aufführungsgeschichte erzählen eine Geschichte der Projektionen und Lulu ist deren Objekt: Eine historische Fallstudie mit erschreckender gesellschaftlicher Aktualität. Für die Auseinandersetzung zentral war das Anliegen, Lulu zum ...
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BTR Ausgabe 5 2019
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 52
von Barbara Ehnes und Sascha Gierth
Richard Wagner composed the opera Tannhäuser a few years before he took to the barricades in Dresden in 1849. The work was influenced by his political ideals but also by his ambition to succeed as an artist. A culture clash? At Bayreuth this year, director Tobias Kratzer took Wagner’s call to join in the revolution as inspiration for his interpretation of the...
Anlässlich ihres 100. Geburtstags zeigt die Bavaria Film GmbH im „Filmstadt Atelier“ auf 1500 Quadratmetern mehr als 200 exklusive Exponate und Fotos berühmter Produktionen und ihrer Stars. Der Großteil lagerte bislang in den Archiven und im Fundus der Ausstattungsfirma FTA. Interaktive Angebote wie Augmented Reality und Spielszenen vor laufender Kamera geben...
Im Sommer erlebten 180.686 Zuschauer die effektvolle Inszenierung von Verdis „Rigoletto“ auf der Bregenzer Seebühne. Die künstlerische Idee von Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl – eine überdimensionale, wandelbare Bühne aus Kopf, Kragen und zwei Händen -– ist überraschend beweglich. Für die Bregenzer Technik-Crew, erfahren im opulenten Bühnenbau, war...
