Prozesshaftes Materialisieren
Vieles von dem Reichtum, der in den Denk-, Diskurs- und Schauräumen der Museen derzeit stattfindet, entgeht uns. Die Schließung der Kunst- und Kulturhäuser durch die immer wieder erneuerten coronabedingten Lockdowns hat zur Folge, dass großartige Ausstellungen für das Publikum real ungesehen bleiben. Das ist nicht nur schade, sondern als enormer kultureller und zeitgeschichtlicher Verlust zu werten.
Deshalb erscheint es umso wichtiger und unbedingt lohnenswert, dem nachzugehen, was hinter der einen oder anderen verschlossenen Tür erdacht und aufgebaut wurde.
Auf eines dieser Projekte sind wir aufmerksam gemacht worden. Es handelt sich um eine Ausstellung in Mettingen nahe Münster, die exemplarisch für das Zusammenspiel von Kunst und Architektur steht und ein wahrlich herausforderndes Thema in einer gelungenen Inszenierung umzusetzen wusste: „Emil Nolde – A critical Approach by Mischa Kuball“. Bis Anfang Februar war sie im Kunstmuseum Draiflessen zu sehen. Diese kritische Auseinandersetzung mit und die Annäherung an einen der umstrittensten Maler des 20. Jahrhunderts ist die erste Zusammenarbeit des Konzeptkünstlers Mischa Kuball und der Architektin und Szenografin Astrid Michaelis. ...
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BTR Ausgabe 2 2021
Rubrik: Produktionen, Seite 56
von Irmgard Berner
The motto of the Leipzig Gewandhaus and its orchestra, res severa verum gaudium – ‘true pleasure is a serious business’, reflects the complexity of making and performing music with excellence. And this motto rang true for us acousticians, too, as we participated in the extension and conversion work on the time-proven, 40-year-old concert platform and...
The first unforgettable Bayreuth experience with light design by Manfred Voss was ‘Tristan and Isolde’ in 1993, directed by Heiner Müller, with Daniel Barenboim as musical director. It was the first time Müller had directed another’s work. For his first opera he did not want “to tell a psychologically motivated, unhappy love story full of emotions,” as Ingvelde...
Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist eines der traditionsreichsten Theater in Berlin. Das 1914 erbaute Haus nimmt seit seiner Gründung eine besondere Stellung in der Welt der Kulturschaffenden in der Hauptstadt ein. Das durch den sogenannten Arbeitergroschen finanzierte Theater bietet heute rund 850 Sitzplätze. Vor allem unter der Intendanz von Frank Castorf...
