Pionierin des Lichts

Martemaria Scheunemann ist gestorben

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„Mehr Licht!“, soll Johann Wolfgang Goethe am Sterbebett ausgerufen haben. Nicht mehr, aber bewusst geplantes Licht mit viel Gespür für Ästhetik hat Martemaria Scheunemann stets für die Bühne gefordert. Ihr vorderstes Ziel war es, den Student:innen des Studiengangs Lichtgestaltung an der Theaterakademie August Everding in München zu helfen, ihren eigenen künstlerischen Ausdruck in ihrer Tätigkeit zu entwickeln. Mit großem Engagement hat sie sich auch für die Arbeitsbedingungen der Lichtdesigner:innen eingesetzt.

Sie hat ihre Kommunikationsfähigkeit gestärkt, um im Austausch mit den einzelnen Abteilungen das Gesamtkunstwerk eines Stücks zu erstellen. Ihrer Überzeugung nach sollten Lichtgestalter:innen ihre fachliche Kompetenz schon frühzeitig in den Produktionsprozess einbringen und eigene Ideen zur Konzeption beisteuern.

Wie kam diese ungewöhnliche Frau zur Begeisterung für Licht? Geboren wurde Scheunemann am 15. August 1946 in Bielefeld. Ihre Kindheit war von zwei unterschiedlichen Polen geprägt: Vom Gutshof ihrer Mutter Hannah Lücke und vom Atelier ihres Vaters, des bildenden Künstlers Hellmuth Scheunemann. Nachdem sie 1966 in Bad Godesberg ihr Abitur absolviert hatte, studierte ...

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BTR 6 2022
Rubrik: Nachruf, Seite 80
von Eva Maria Fischer

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