Beginn einer neuen Ära

Einst für drei Jahre geplant, nun seit 26 Jahren im Betrieb: Der Musical Dome in Köln erhält mit „Moulin Rouge! Das Musical“ die aufwendigste Produktion seiner Geschichte – und damit ein komplett neues Gesicht. Ein Treffen mit Boris Neureiter, Technischer Leiter und Production Manager bei der Mehr-BB Entertainment GmbH, und Henning Pillekamp, Venue Manager im Musical Dome

Bühnentechnische Rundschau

Wer kennt sie nicht, die tragische Liebesgeschichte von Christian und Satine, die sich im Jahr 1900 im Pariser Varietétheater Moulin Rouge auf Montmartre zuträgt. Das von Baz Luhrmann inszenierte Musicalfilm-Drama „Moulin Rouge!“ wurde 2001 hochgelobt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit zwei Oscars und drei Golden Globes. 2018 wurde der Film als Musical übersetzt und lief nach der Premiere vier Wochen lang im Emerson Colonial Theatre Boston. Seit 2019 läuft das Stück am New Yorker Broadway im Al Hirschfeld Theatre, seit Januar 2022 auch im Piccadilly Theatre, London.

„Moulin Rouge! Das Musical“ wurde mit zehn Tony Awards zur meist prämierten Broadway-Produktion des Jahres 2020. Am 6. November 2022 feierte es als erste nicht englischsprachige Version Premiere in Köln.

Technische Raffinesse
Die Umsetzung von „Moulin Rouge!“ im Musical Dome verlangte insbesondere dem Technikteam einiges ab. Nach mehr als sechsmonatiger, detaillierter Vorplanung parallel zum laufenden Betrieb vollzog sich von Mitte Mai bis Ende Oktober der größte Umbau in der Geschichte der Spielstätte. Nachdem sämtliches Equipment ausgebaut und an andere Häuser, Firmen, kleine Theater und Probebühnen abgegeben war, begannen Boris Neureiter, Technischer Leiter und Production Manager bei der Mehr-BB Entertainment GmbH, und sein Team mit der neuen Ausstattung der leeren Hülle. Die größten Schwierigkeiten stellten hierbei die Fundament- und Dachlasten dar: „Das Dach war leer und wir mussten kreativ sein, um die Statik des Hauses zu halten und die Struktur nicht zu überfordern.“

Aber wie realisiert man einen Schnürboden in einem Objekt, in dem es keine Hängepunkte gibt, weil die Außenhaut eine Zeltplane ist? Mit Fachwissen, Erfahrung, ein paar Tricks und viel Liebe zum Detail. So besteht die Tragekonstruktion im Musical Dome nun aus insgesamt acht großen Traversenstrecken – davon zwei Strecken Prolyte Mammoth Truss, die auf Torbögen aus Metall aufliegen. „Das ist eine Traverse, die auf 60 Meter Spannweite zwei Tonnen Gewicht tragen kann“, so Neureiter. „Eine solche Leistung ist für ‚Moulin Rouge‘ gar nicht nötig, aber bei dieser Größenordnung an Investitionen muss man eine gute Mischung finden zwischen den Anforderungen der aktuellen Show und den möglichen Minimalanforderungen in der Zukunft, um nicht am Ende viel Geld verschwendet zu haben. So sind wir gut aufgestellt für alles, was noch kommt.“ Auch auf dem Schnürboden sucht man Standardformate vergebens. Um Abstände von nur zehn Zentimetern zu kreieren, wurden die 20 Zentimeter breiten Seilwinden nochmals links und rechts aufgeteilt.

„Wir arbeiten mit vielen Seilen von beiden Seiten versetzt, um jeden Zentimeter auszunutzen“, beschreibt Neureiter das Bühnen-Tetris. „Wir hatten noch nie so viele Züge im Musical Dome. Für jeden Zug wurde auch die individuell passende Winde gewählt, jede Umlenkrolle hat ihren Platz, kein Teil ist zufällig da.“ Zusammen mit den Besonderheiten des Bühnenbodens können die Einzelteile des Bühnenbilds auf 60 verschiedenen Achsen bewegt werden. Der Bühnenboden seinerseits ist ebenfalls komplett neu, nur ein kleiner Teil des alten Bodens ist als Untergrund vorhanden, auf dem aufgeständert wurde. Er ist Teil der Dekoration mit eingebauter Maschinerie und bietet mit fünf Fahrschienen die Möglichkeit, Bühnenelemente von links nach rechts, von hinten nach vorne, bis zur Mitte und über die Mitte hinaus zu bewegen sowie Effekte wie Nebel oder Pyrotechnik aus dem Boden heraus zu steuern.

Auch diese bewusst gewählte Varianz unterscheidet die Ausstattung im Musical Dome von den anderen Häusern, in denen das Musical läuft. Eine Besonderheit in puncto Bühnenboden ist der Bandraum darunter. Die Musik in „Moulin Rouge“ wird natürlich live gespielt, doch einen klassischen Orchestergraben gibt es nicht, da zwischen Bühne und Publikumsplätzen noch eine Passerelle errichtet wurde. Der Raum zwischen den Laufstegen reicht für 20 Gäste, die sich zeitweise mitten im Geschehen wiederfinden. Somit musste der Platz für die Musiker:innen unter der Bühne geschaffen und die Bühne etwas erhöht positioniert werden, was aber die Sicht für das Publikum nicht beeinflusst. Aufgrund der hohen Rasanz im musikalischen Teil des Stücks – 75 Songs von 165 Komponist:innen führen durch 160 Jahre Musikgeschichte – sind die akustischen Anforderungen entsprechend hoch. Es gibt einzelne Kabinen für jede:n Musiker:in und Panels, die Reflexionen reduzieren.

Das Konzept zahlt sich aus: Die Akustik im Musical Dome überzeugt von der ersten bis zur letzten Sekunde, besonders der Gesang ist jederzeit gut verständlich und wird nicht von der Musik übertönt. Der Soundtrack enthält viele der aus Baz Luhrmanns Film bekannten Songs wie „Lady Marmalade“, „Roxanne“ oder „Your Song“ und wird ergänzt durch aktuelle Hits von internationalen und erfreulicherweise vielen weiblichen Popgrößen wie Katy Perry, Adele, Rihanna, Beyoncé oder Sia. Alle Songs wurden neu abgemischt und zusammengeführt, um einen in der Musicalszene einzigartigen Soundtrack zu kreieren. In den dynamischen Mash-ups und den dazugehörigen Verhandlungen mit Musikverlagen stecken über zehn Jahre Entwicklungsarbeit verteilt über drei Kontinente. So musste Regisseur Alex Timbers für die Rechte an „Sweet Dreams“ persönlich an Dave Stewart herantreten und die Rolling Stones verweigerten seinerzeit die Verwendung ihrer Songs im Film, die Rechte für das Musical gewährten sie. Hinsichtlich Lichttechnik scheute das Team ebenfalls keine Kosten und Mühen. „Die Lichtanlage ist 30 Prozent umfangreicher als bei der ‚Harry Potter‘-Produktion in Hamburg, die ihrerseits schon jeden Rahmen gesprengt hatte“, strahlt Neureiter. Da die gesamte Anlage mit LEDs läuft, ist sie entsprechend sparsam im Verbrauch, erforderte jedoch hohe Investitionskosten.

Umdenken für die Zukunft
„Theater war energietechnisch noch nie unbedenklich“, gibt Neureiter zu, „aber es bringt Team und Publikum enorme Freude und wir versuchen, aktuelle Probleme clever zu lösen.“ So wurden extra eine neue Lüftungsanlage sowie eine Steuerung für die Klimaanlage angeschafft, die prozessorgesteuert einen leichten Überdruck im Raum erzeugt, wodurch Wärmeenergie ohne spürbare Strömung transportiert wird. Dies geschieht über frequenzgesteuerte Lüfterantriebe, die mit permanent wechselnder Drehzahl und somit unterschiedlichen Volumenströmen arbeiten. Dies erhöht den Komfort für die Gäste und reduziert gleichzeitig maßgeblich den Energiebedarf. „Die Energieeffizienz ist in einem Zelt leider limitiert und Solarpanels auf unserem Dach sind allein wegen der Traglast nicht realisierbar, aber wir überdenken aktuell vieles“, versichert Henning Pillekamp, Venue Manager im Musical Dome. Das gastronomische Angebot und die Außenwerbung werden dabei genauso betrachtet wie Licht, Stromkreise und Materialkreisläufe. Parallel laufen die Planungen für den Umzug ins Staatenhaus am Rheinpark, das künftig als städtisches Musicaltheater fungieren soll, das bestmöglich nachhaltig ausgestattet werden soll. „Wir sind auf dem Weg, haben aber auch noch viel zu tun.“

Besondere Zeiten – besondere Herausforderungen
Neben Fragen zu Energie, Nachhaltigkeit und Diversität rückten in der Planungsphase insbesondere die alle Branchen betreffenden Lieferengpässe in den Fokus des Teams. Dies betraf die Technik wie Winden, Getriebe, Steuergeräte und Chip-Sätze, aber auch die Bühnenbilder. Viele Teile, wie die rote Mühle oder der Elefant, sind künstlerisch sehr anspruchsvoll, weshalb die Crew Werkstätten nutzte, in denen diese Teile des Bühnenbilds zuvor schon für die anderen Häuser gebaut wurden. Allein der Elefant ist 5,1 Meter groß und wiegt 220 Kilogramm. „Wir mussten schauen, wer überhaupt noch Aufträge annehmen und erfüllen kann“, erläutert Neureiter. Eine ausschließlich innerdeutsche oder EU-weite Anfertigung war somit ausgeschlossen, die Bühnenbilder wurden aus verschiedenen Ländern, darunter USA, Australien und Großbritannien, samt Zoll-Auflagen, angeliefert. „Wir wussten nie, was wann ankommt, ob alles vollständig und funktionsfähig ist und auch, ob die Teile überhaupt richtig passen, da ja nicht alles aus einer Hand kam“, berichtet Neureiter, der im zurückliegenden Halbjahr viele schlaflose Nächte hatte.

Auch der Casting-Prozess während der Pandemie war kein leichtes Unterfangen. Für jeden analogen Termin wurden tagesgenaue Testungen für mehrere Tausend Personen realisiert. Ebenfalls waren die Proben aufgrund des straffen Zeitplans zunächst nicht vor Ort möglich und fanden auf verschiedenen Probebühnen in Düsseldorf statt. Erst im Oktober waren die Darsteller:innen selbst vor Ort. In Anbetracht dessen ist vor allem das soziale Gefüge der Crew bemerkenswert: „Die Cast harmoniert stimmlich und auch menschlich unfassbar gut und ihre gemeinsame Entwicklung war toll mitanzusehen“, schwärmt Pillekamp. „Jede Person musste erst mal in die Rolle finden, jede und jeder interpretiert sie auch etwas anders als die Kolleg:innen am Broadway oder im Westend. Es entstanden ganz besondere, fast familiäre Synergien im Team. Auch das macht das Stück so lebendig.“

Commitment an die Stadt
Dass eine derart umfangreiche Produktion in einer Spielstätte realisiert wird, deren Tage gezählt sind, mag verwundern, hat aber verschiedene und gute Gründe. Zum einen ist das Staatenhaus noch von der Oper Köln belegt, deren Sanierung am Offenbachplatz seit 2012 andauert und deren Ende weiterhin nicht absehbar ist. Ferner kann eine derart große Show nicht in jedem beliebigen Haus realisiert werden. Zudem wird die optische Verwandlung der Spielstätte stärker sichtbar, wenn sie nicht zuvor schon ein Varieté ist oder ähnlich anmutet. „Kein Besucher hat den Musical Dome je so gesehen, wie er jetzt ist. Der Wow-Effekt ist riesig“, schwärmt Neureiter und erklärt weiter: „Zudem hätte auch jedes andere bestehende Haus für diese Produktion umgebaut werden müssen. Da lag die Entscheidung nahe, in eines unserer eigenen Häuser zu investieren.“ Dabei war es gar nicht so einfach, das Stück für Köln zu gewinnen: „Große Broadway-Produktionen gehen in der Regel zuerst nach Hamburg“, ergänzt Pillekamp. „Es hat aber viel für die Stadt gesprochen, denn die vier Werte Wahrheit, Schönheit, Freiheit, Liebe bestimmen das Leben an kaum einem anderen Ort so intensiv wie hier. Köln ist unglaublich divers und bietet ein ideales Flair für unser Sujet. Die Investition von 20 Millionen Euro ist daher auch ein Commitment an die Stadt!“

Umbruch in der Branche
Das Budget für die Realisierung der Produktion stammt laut Pillekamp vollständig aus Eigenmitteln. Zum Vergleich: Die Produktionen „We will rock you“ und „Bodyguard“ hatten ein Budget von jeweils nur drei bis fünf Millionen Euro. Das Geld wurde sehr bedacht eingesetzt. Es wurde nichts angeschafft, das nach „Moulin Rouge“, wenn der Musical Dome als Interimsspielstätte ausgedient hat, nicht mehr gebraucht werden kann. Dennoch spürte das Team zunächst einen Termin- und seit der Premiere nun einen Erfolgsdruck. Nicht nur, dass die Shows bei allgemein schwindenden Besucher:innenzahlen entsprechende Einnahmen generieren müssen, die Kulturbranche unterliegt auch einem tiefgreifenden Wandel. Durch die Pandemie ist mehrere Jahre wenig passiert, ein großer Teil des Personals hat sich neu orientiert und das Publikum sich ein Stück weit entwöhnt. Alles Versäumte möchte nachgeholt werden, in Zeiten von Energiekrise und Inflation fallen kostenintensive Hobbys oft als Erstes weg. Auf der anderen Seite müssen auch die Kulturstätten ihre Programme realisieren, um ausgefallene Events nachzuholen und erhaltene Fördermittel nicht zurückzahlen zu müssen – ein Teufelskreis. Es ist fraglich, wie der Markt in Zukunft personell und materiell bedient werden kann.

Überzeugendes Konzept
Es ist das Besondere, das Menschen in allen Bereichen überzeugt – besondere Konzepte mit Eventcharakter für das Publikum, angenehme Arbeitsatmosphäre für die Teams. Nur wenige Stücke schaffen es, über mehrere Jahre am selben Ort zu funktionieren. Beispiele wie „Starlight Express“ und „König der Löwen“ zeigen aber: Wenn das Stück zum Ort passt, trägt es sich. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit ‚Moulin Rouge‘ am richtigen Ort sind und unsere Idee funktioniert“, bekräftigt Pillekamp. „Moulin Rouge“ zeichnet sich nicht nur durch die exzellenten Darsteller:innen, ihren Gesang, die Choreografien und die aufwendig gestalteten Kostüme, die zeitgemäße Musik, die moderne Technik und das fantastische Bühnenbild aus, sondern auch durch den Entertainment-Faktor.

Schon mit Betreten des dem Musical Dome vorgelagerten Entrées taucht das Publikum ein ins Paris des 19. Jahrhunderts. Im rundum modernisierten Foyer – renoviert wurden unter anderem der Teppich, die Toiletten, Bars, Deko und Beleuchtung, das Leitsystem und Mobiliar – gibt es Weiteres zu entdecken: Mobiliar und Dekor im Stil der Belle Époque, an den Wänden hängen Plakate wie einst jene von Henri de Toulouse-Lautrec in Paris, eine Wahrsagerin liest Tarotkarten, ein Kapitän graviert Liebesschlösser, die Verliebte vor Ort anbringen können. Wer den Saal des Musical Domes nach dem Umbau noch nicht gesehen hat, wird beim Eintritt innehalten ob der überwältigenden Kulisse. Roter Samt und Lichter, so weit das Auge reicht. Die wohl wichtigsten Bühnenbildteile – die rote Mühle und der Elefant – sind links und rechts neben der Bühne dauerhaft sichtbar. Kleine Emporen neben der Bühne ermöglichen das Weiterspielen bei gleichzeitigem Umbau auf der Hauptbühne. 20 Minuten vor Beginn startet eine Pre-Show, die nahtlos in das eigentliche Stück übergeht. Direkt an der Bühne gibt es spezielle Plätze für 20 Besucher:innen mit Gastronomie am Tisch.

Die Sitze wurden ebenfalls komplett erneuert und die erste erhöhte Stuhlreihe, intern „Sparkling-Diamond-Reihe“ genannt, bietet Getränkehalter wie in Luxus-Kinos, viel Beinfreiheit und beste Sicht. Das Herzblut, das in den Umbau der Spielstätte und die Umsetzung des Musicals geflossen ist, spürt man von der ersten bis zur letzten Sekunde spürbar. „Für mich ist der schönste Moment der Effekt, wenn eine Verwandlung funktioniert und alle Elemente zum Gesamtbild ineinandergreifen“, resümiert Boris Neureiter. „Das war und ist eine große Leistung des ganzen Teams“, lobt er das Engagement und den Zusammenhalt der Crew. Henning Pillekamp ergänzt: „Die Show ist das Spektakulärste, das Köln je gesehen hat. Es ist der Beginn einer neuen Ära!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

„Moulin Rouge! Das Musical“ – das deutsche Kreativteam
Stellvertretender Direktor:
 Christoph Drewitz 
Umbauplanung und Projektleitung: 
Nils Lunow 
Produktionsleitung: Boris Neureiter
Musikalische Leitung: Heribert Feckler 
Übersetzung Buch und Songtexte: Ruth Deny, Johannes Deny 
Stellvertretende Choreografin: Julie-Denise Hyangho 
Produzent:innen: Carmen Pavlovic, Gerry Ryan, Bill Damaschke, Global Creatures, Maik Klokow, Michael Driemler-Falk

Projektbeteiligte
Bühnentechnik: Bader Maschinenbau GmbH
Obermaschinerie: ASM Steuerungstechnik
Untermaschinerie: A H Entertainment Engineering
Steuerkonsole: Fülling und Partner
Traversen: Prolyte Mammoth Truss und andere Licht: Altman, MAC, GLP, Clay Paky, ARRI, Atomic u. a.
Ton: Meyer Sound, DIGICO, Clear-Com, Atlas Sound, Sennheiser, Shure und andere 
Technisches Equipment Licht, Ton und Rigging: Feedback GmbH 
Dekoration: Enhance a Color, Gerriets, Howard Eaton, Lamp and Pencil, Rocket, Souvenier, Stage Services, Studio Hamburg Design Works GmbH

Elisa Cominato ist Pressereferentin bei der DTHG und leitet das Team Kommunikation und Design.


BTR 6 2022
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Elisa Cominato

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