Im Licht der 1930er-Jahre

Max Raabe und das Palastorchester locken das Publikum musikalisch vor allem in die Zeit der 1920er- und 1930er-Jahre. Der Lichtgestalter Dirk Lehmann beleuchtet die Bühnen im entsprechenden Stil. Bei der aktuellen Tournee gelingt ihm das mit energiesparenden LED-Leuchten

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Die Musik erklingt, es eilt ein Mann mit langen Beinen herbei und platziert sich hinterm Mikrofon. Dann nimmt er Saal und Bühne auch akustisch für sich ein: „Ich hör so gern Musik, weil man dabei so schön träumen kann“, singt Max Raabe und startet damit seinen Auftritt. Zu Gast ist er im September 2022 mit dem Palast-Orchester im Kuppelsaal in Hannover. In rot-orange Streifen ist bei dem Stück die Rückwand der Bühne getaucht. Davor werden die Musiker mit weißen Spots hervorgehoben, wenn sie ihre Soli spielen oder singen.

Cecilia Crisafulli an der Violine ist in glitzernde Abendgarderobe gekleidet, die elf Herren an den Instrumenten in schwarze Anzüge, Max Raabe in einen Smoking. Alles ganz im Stil der 20er- und 30er-Jahre. Hoody, schwarze Jeans und Zopf hingegen trägt der, der diese Stimmung mit dem passenden Licht unterstützt. Dirk Lehmann sitzt gute zwei Stunden vor dem Konzert am Lichtpult. Dort drückt der Lichtgestalter Tasten, schiebt ein paar Regler rauf und runter, dann deutet er auf die Bühne. Er zeigt das Ergebnis seiner fein abgestimmten Vorbereitungen erst einmal, statt sie zu erläutern. Aber wie fasst man auch Licht in Worte?

Ein historischer Look übersetzt mit ...

Dr. Marie-Luise Braun ist freie Journalistin. Mit ihrer agentur wortgewandt (www.agentur-wortgewandt.de) widmet sie sich der Kommunikation gesellschaftlich relevanter Themen, vor allem Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

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BTR 6 2022
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 46
von Marie-Luise Braun

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