Ort der Begegnung und Vermittlung

Das Foyer ist mehr als ein Übergang von außen nach innen. Dieser Ort des Willkommens hat heute viele Funktionen und Potenziale – er ist ein Raum zum Treffen, in dem auch Informationen und Inhalte angeboten werden können, der einladend und repräsentativ ist. Die molitor produkte GmbH aus Berlin entwickelt technische Lösungen für Wissensvermittlung, mit denen ein Foyer zur bespielbaren Fläche wird

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Für den römischen Architekten und Theoretiker Vitruv (ca. 84 v. Chr. bis ca. 27 v. Chr.) war die Architektur das Dach der Künste. Nach seiner Vorstellung vereint der ideale Baumeister Techniker, Künstler, Mathematiker, Philosoph, Arzt, Jurist und sogar Astronom in einer Person und wird damit zum Urheber eines potenziellen Gesamtkunstwerks. Somit steht auch das architektonische Element des Foyers in direkter Beziehung zur musischen Dimension von Theater, Oper und anderen Spielstätten.

Der Ursprung des Wortes „Foyer“ liegt im Französischen und bedeutet Feuerstelle, Herd oder Brennpunkt. Schon die Namensgebung deutet darauf hin, dass dieser Raum nie rein funktionaler Natur war. Hier wird man gesehen. Hier findet Kommunikation und Austausch statt. In den Pausen werden Eindrücke geteilt, Gedanken geordnet und Begegnungen ermöglicht. Als sogenannte Wandelhalle bildet das Foyer den vielschichtigen Rahmen des Gespielten, und die Häuser scheuen seit jeher keine Mühen, diesen Raum repräsentativ und durchdacht zu gestalten. Nach der Fassade ist er das Erste, was die Gäste sehen, spüren und wahrnehmen. Im Idealfall fungiert er als gastfreundschaftliches Entrée, das bei jedem, der es betritt, ...

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BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Ausstellungen, Seite 60
von Felix von Haselberg

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