Neue Methoden für alten Brauch

Das traditionelle Lichtkunstfestival Fête des Lumières in Lyon feierte Anfang Dezember seine erste Ausgabe in Normalzustand seit 2019 – trotz andauernder Pandemie. Künstler aus aller Welt zogen unter anderem mithilfe Künstlicher Intelligenz und Deep-Fake-Verfahren wieder internationales Publikum an – natürlich nicht ohne die Frage nach dem Energieverbrauch

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Fête des Lumières, das bedeutet dichtes Gedränge in den Straßen von Lyon, jedes Jahr um den 8. Dezember herum. Die Stadt am Zusammenfluss von Rhône und Saône feiert vier Abende lang Künstler als Lichtgestalten. Soll heißen: Die Lichtkunst erobert den öffentlichen Raum mit Installationen auf zentralen und weniger großen Plätzen und Projektionen auf die markantesten Fassaden. Die Fête des Lumières ist Frankreichs bedeutendstes Lichtkunstfestival und eines der bedeutendsten in Europa.

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk der Stadt an ihre Bürger? Es ist ein Fest mit langer Tradition, das sich in den letzten zwei Jahrzehnten von einem Volksfest zu einem Kunstereignis entwickelt hat. Die zwei bis drei Millionen Besucher kommen nicht nur aus Lyon und der Umgebung, sondern von überall her. Etwa ein Drittel sind Auswärtige. Gemeinsam versetzen sie die Stadt in einen Ausnahmezustand. In den engen Straßen der Altstadt, insbesondere um die Cathédrale Saint-Paul herum, strömt das Publikum herbei, um die jährliche Projektion auf deren Front zu erleben. Um Platz für die nachrückenden Massen zu schaffen, versuchen die Organisatoren, das Publikum im Einbahnstraßenmodus zu lenken,

Religiöse Ursprünge
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BTR 1 2023
Rubrik: Produktionen, Seite 32
von Thomas Hahn

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