„Nach außen und oben und 24 Stunden öffnen“

Der Architekt Prof. Jörg Friedrich hat mit seinem Hamburger Architekturbüro pfp im Januar 2020 den internationalen Architektenwettbewerb für den Ergänzungsbau des Theaterhauses in Stuttgart gewonnen. Mit aktuell geschätzten Baukosten von 40 Millionen Euro mag dies ein nahezu bescheiden anmutendes Projekt im Reigen der großen Umbau- und Sanierungsprojekte sein. Wie kann das Theater der Zukunft aussehen? Im Gespräch erläutert er seine Ideen.

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Mit der Fotomontage von Dürers „Rhinocerus“, bei der das Tier ein Theater im Bauch hat und die den Titel „zu groß, zu teuer, zu kompliziert, immer hungrig“ trägt, leitete der Architekt Prof. Jörg Friedrich auf dem Kongress von Opera Europa in Straßburg im Oktober 2019 eine lebhafte Diskussionsrunde über die Öffnung von Opernhäusern und Theatern ein (BTR 06 | 2019). Flexibler und kostengünstiger bauen statt die alten behäbigen Tiere weiter zu füttern, das war die Idee.

Im Hamburger Büro in der Nähe von Kampnagel treffen wir uns im März zu einem Gespräch über Status quo und Zukunft des Theaterbaus.

 

BTR: Prof. Friedrich, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum 1. Preis beim Wettbewerb zum Neubau des Theaterhauses Stuttgart! In Bezug auf Größe und Baukosten (40 Millionen Euro) ist es eher ein „bescheidenes“ Projekt. Auf der anderen Seite hat Ihr Büro 2018 die Machbarkeitsstudie für die Sanierung der Städtischen Bühnen in Frankfurt vorgelegt – 900 Millionen Euro hat Ihr Architekturbüro für eine Sanierung ermittelt und damit gezeigt, dass ein Neubau deutlich billiger werden könnte. Sie selbst bemängeln aber eine Explosion der Baukosten. Wie passt das zusammen?

 

Jörg Friedrich: In der ...

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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 62
von Karin Winkelsesser

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Magazin 3/2020

In eigener Sache

 

Der Beitrag „Mehr als nur Parkett“ zur Sanierung der Bühnenpodien im Großen Saal des Leipziger Gewandhauses erschien in unserer vergangenen Ausgabe 02|2020 auf den Seiten 60 bis 64.

 

Leider fehlte dort der Hinweis, dass dieser Artikel von Karsten Blüthgen auf einer Erstveröffentlichung von zwei Beiträgen im Gewandhaus-Magazin beruht.

 

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