Nach Afrika schauen – in die Zukunft bauen

„Ein Bayreuth für Afrika“ – mit diesen Schlagworten machte der vielseitige Künstler Christoph Schlingensief (1960–2010) seine Vision bekannt. Er wollte ein Operndorf in Afrika bauen, um über gemeinsame Kulturprojekte voneinander zu lernen und gegenseitige Vorurteile abzubauen. Mit dem Architekten Francis Kéré aus Burkina Faso entwickelte er das Projekt. Seit 2010 wird tatsächlich gebaut – wie sieht es heute aus?

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Die Reise unserer kleinen Freundesgruppe führt nach Mali und Burkina Faso, dort vor allem zum internationalen Filmfestival FESPACO, das alle zwei Jahre in der Hauptstadt Ouagadougou stattfindet. Es ist das größte Festival Afrikas und vermittelt über die Filme (die hierzulande nur in Ausnahmefällen zu sehen sind) einen vielseitigen Einblick in ein größtenteils unbekanntes Afrika.

Was passiert zwischen Marokko, Kenia, dem Kongo und Südafrika, wie leben und denken die Menschen? Die politischen Systeme sowie das wirtschaftliche Potenzial, die Sprachen, kulturellen Eigenheiten und Religionszugehörigkeiten sind in den afrikanischen Ländern mindestens so verschieden wie bei Finnland von Sizilien und Rumänien von Irland.

Gemeinsam Neues schaffen

Die Stereotypen der gegenseitigen Wahrnehmung zu verändern und über kulturelle Zusammenarbeit voneinander zu lernen, das war die Vision von Christoph Schlingensief, als er mit seiner Frau Aino Laberenz die Idee entwickelte, in einem abgeschiedenen Stück Land in Afrika einen Ort zum Lernen und kulturellen Austausch zu schaffen. Kaum einer glaubte, dass er seinen Traum verwirklichen würde, und das Stichwort „Bayreuth“ brachte ihm nicht nur Freunde ...

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BTR Sonderband 2017
Rubrik: Thema: Bilanzen und Ausblicke, Seite 70
von Karin Winkelsesser

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