Mehr als normal
Im Duden ist es so nachzulesen: „ ‚Hyper‘ kennzeichnet in Bindungen mit Substantiven etwas als übertrieben [groß], als übermäßig stark ausgeprägt.“ Zur Eröffnung der Ausstellung „HYPERsculptures“ erläuterte Museumsdirektor John Jaspers, der Begriff beziehe sich in dieser Ausstellung auf mehrere Ebenen wie zum Beispiel den Raum, das Erleben und den Einsatz multimedialer Techniken. Jaspers leitet seit 2014 das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna. Und das platzt im 22. Jahr seines Bestehens aus allen Nähten.
Die Dauerausstellung ist gewachsen, sodass inzwischen auch in den Gängen der Kellergewölbe Arbeiten leuchten, für die aktuelle Ausstellung eine Arbeit abgebaut wurde und auch im Außenraum Exponate hinzugekommen sind. Das Museum selbst wird zum Hyper-Kunstraum. Begonnen hat alles 2001 in den Kellergewölben der ehemaligen Linden-Brauerei. Die Dauerausstellung ist inzwischen von anfangs 7 auf nun 20 Werke gewachsen und nach den coronabedingten Schließungen sind aktuell die Führungen meist ausgebucht. Denn zu besuchen ist die unterirdische Ausstellung nur im Rahmen von Führungen, da sonst zur Sicherheit des Publikums in jedem Raum eine Aufsicht eingeteilt sein müsste. Das ...
Antje Grajetzky arbeitet als freie Kulturjournalistin und -managerin im Ruhrgebiet. Schwerpunkte: Musik und Sound, Bühnenproduktionen an der Schnittstelle zwischen Kunst und Technik, Kulturförderung und Kulturelle Bildung. Seit März 2020 ist sie Kulturreferentin bei der Stadt Gelsenkirchen.
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BTR 6 2022
Rubrik: Ausstellungen, Seite 70
von Antje Grajetzky
Er ist der heimliche Star des Festival d’Automne in Paris (9. September bis 31. Dezember 2022): der Szenograf und Regisseur Philippe Quesne. Seit 20 Jahren besticht der 1970 geborene „Erfinder von Mikrowelten“ – wie er sich selbst bezeichnet – durch seinen Erfindungsreichtum und führt die Szenografie ins Rampenlicht. Künstlerisch sind seine Ansätze so...
Es sieht gar nicht nach Museum aus: Durch ein Foyer mit samtenen roten Vorhängen geht es in einen Korridor, der mit lilafarbenen, mit Ornamenten bedruckten Tapeten, großen Spiegeln und glitzernden Wandlampen ausgestattet ist. Ein an die Wand angebrachter Pfeil weist in Richtung „Entree“. Wer ihm folgt, gelangt durch zwei kleine Räume in einen großen Saal. In diesem...
01. Chroma-Q Color Force II bei „Moulin Rouge“
Die Broadway-Produktion „Moulin Rouge“ wurde 2020 mit 10 Tony Awards prämiert, darunter für das Lichtdesign von Justin Townsend. Nun läuft „Moulin Rouge! Das Musical“ im Musical Dome in Köln (siehe Seite 4). Im Lichtdesign waren Color-Force-II-Scheinwerfer von Chroma-Q spezifiziert. Feiner Lichttechnik lieferte für...
