Mehr als normal

Bis zum 30. April 2023 zeigt das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna die Ausstellung „HYPERsculptures“. Abgesehen von der Größe der Kunstwerke – jedes Exponat füllt einen riesigen Raum – meint „hyper“ hier in erster Linie auch die „hyperneue“ Multimedia-Technologie, die zum Einsatz kommt

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Im Duden ist es so nachzulesen: „ ‚Hyper‘ kennzeichnet in Bindungen mit Substantiven etwas als übertrieben [groß], als übermäßig stark ausgeprägt.“ Zur Eröffnung der Ausstellung „HYPERsculptures“ erläuterte Museumsdirektor John Jaspers, der Begriff beziehe sich in dieser Ausstellung auf mehrere Ebenen wie zum Beispiel den Raum, das Erleben und den Einsatz multimedialer Techniken. Jaspers leitet seit 2014 das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna. Und das platzt im 22. Jahr seines Bestehens aus allen Nähten.

Die Dauerausstellung ist gewachsen, sodass inzwischen auch in den Gängen der Kellergewölbe Arbeiten leuchten, für die aktuelle Ausstellung eine Arbeit abgebaut wurde und auch im Außenraum Exponate hinzugekommen sind. Das Museum selbst wird zum Hyper-Kunstraum. Begonnen hat alles 2001 in den Kellergewölben der ehemaligen Linden-Brauerei. Die Dauerausstellung ist inzwischen von anfangs 7 auf nun 20 Werke gewachsen und nach den coronabedingten Schließungen sind aktuell die Führungen meist ausgebucht. Denn zu besuchen ist die unterirdische Ausstellung nur im Rahmen von Führungen, da sonst zur Sicherheit des Publikums in jedem Raum eine Aufsicht eingeteilt sein müsste. Das ...

Antje Grajetzky arbeitet als freie Kulturjournalistin und -managerin im Ruhrgebiet. Schwerpunkte: Musik und Sound, Bühnenproduktionen an der Schnittstelle zwischen Kunst und Technik, Kulturförderung und Kulturelle Bildung. Seit März 2020 ist sie Kulturreferentin bei der Stadt Gelsenkirchen.

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BTR 6 2022
Rubrik: Ausstellungen, Seite 70
von Antje Grajetzky

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