Lichtdesign in Zeiten erloschener Lichter
Nachdem im März alle Theater in Tschechien geschlossen wurden, fuhr ich nach Prag, wo ich wohne, und schrieb Dinge auf, mit denen ich mich beschäftigen könnte, bis sich die Situation normalisieren würde. Vor allem ging es um künftige Projekte oder meine pädagogischen Aktivitäten an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno. Wenn ich mir diese Liste heute anschaue, weiß ich, dass ich nicht alles schaffen werde. Es ist unsicher etwas zu planen, aber es gibt immer noch viel Arbeit.
Aus den Reaktionen meiner besorgten Freunde erfuhr ich, dass sie sich eine Lichtdesignerin im „Homeoffice“ gar nicht vorstellen können. Was kann ich tun, wenn ich keine Bühne vor mir habe, kein Bühnenlicht, keine Schauspieler oder Tänzer?
Lichtdesign am Arbeitstisch
Die Arbeiten an einem Lichtdesign beginnen lange bevor im Theater das Licht aus- und die Lampe am Regietisch angemacht werden. Oft sind es Monate, manchmal auch ein oder zwei Jahre. Immer mehr Regisseure sowie Choreografen, Band- und Orchester-Manager schätzen den Einfluss des Lichts auf die Stimmung und den Ausklang einer Inszenierung. Im Idealfall laden sie Lichtdesigner schon in der ersten Phase ein, in der die ...
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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Beruf & Bildung, Seite 76
von Pavla Beranová
Seit die Infektionszahlen rückläufig sind (seit Anfang Mai), werden die strikten Maßnahmen gelockert und Geschäfte, Friseure, Gastronomie und andere Dienstleister können unter Auflagen wieder öffnen. Auch Veranstaltungen sind im kleinen Rahmen in einigen Bundesländern wieder möglich. Von der Politik wird jedoch immer wieder betont, dass, solange es keinen Impfstoff...
BTR: Mr Oberender, you seem to be busy, despite the enforced break. How are you coping with the lockdown?
Thomas Oberender: We are a festival theatre, with a different system than a repertoire theatre, and any events of ours that get cancelled, whether exhibitions or festivals, have at least a year’s preparation behind them. And that certainly makes things...
The talk with Andrew Schneider took place at the midst of March, at the day when all theatres and other institutions were closed. The premiere of „remains“ had taken place at the last evening before the shutdown. We met in the historical Berlin-Mitte, from one day to the other a very quiet place quiet place, at the home of Sasha Waltz& Guests. The correspondence...
