Klarheit aus Licht und Schatten
Unter der Regie von Andrea Pfaehler und Eduardo Torres wurde die Neuinszenierung 2020 erstmals vorgestellt und 2021 überarbeitet erneut zur Aufführung gebracht. Ganze neun Stunden versetzte das Stück die Zuschauer in das Leben mit dem Schatten, die Rolle des Mephisto war dabei auf vier verschiedene Aspekte fokussiert. „In unserem ‚Faust‘ gibt es den Mephisto viermal. Es gibt den Alten, den Weisen. Es gibt Mephisto als guten Freund.
Und es gibt Mephisto als leidenschaftlich verführenden und als den verborgen wirkenden Mephisto“, so beschrieb es Pfaehler im Vorfeld der Inszenierung und gab bereits einen Eindruck, welche Ansprüche damit auch an das Lichtdesign einhergehen.
Denn die Neuinszenierung von Goethes Faust zeichnet sich vor allem durch ein vom Bühnenbildner Nils Frischknecht minimalistisch gehaltenes Bühnenbild mit klaren Linien aus, bei dem Licht eine ganz besondere Rolle spielt und verschiedene szenische Elemente ganz unterschiedlich hervorhebt. Sein Konzept umschreibt er folgendermaßen: „Unsere insgesamt neun Stunden dauernde Inszenierung muss genügend Abwechslung für die Zuschauer bieten. Immer eine kleine Welt für sich bilden die Zimmer – schubladenartige Elemente mit ...
Janosch Gebauer ist Marketing Coordinator bei der CHAUVET Germany GmbH in Bremen.
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BTR Ausgabe 1 2022
Rubrik: Bau/Betrieb, Seite 54
von Janosch Gebauer
Two large black walls flank the entrance to the exhibition on Berlin’s Pariser Platz. A triangular cut-out provides the only access to the rooms behind: A kind of passepartout, it forms both a boundary and a striking aesthetic statement, of the kind that Erich Wonder made in the stage spaces he created. It’s inspired by Wonder’s stage set for Heiner Müller’s...
Lange Gesichter. In die blickten Intendant Markus Trabusch und Schauspieldirektorin Barbara Bily nach der Sommerpause, als sie das Ensemble über die Lage unterrichtet hatten: Inszenierungen waren im Haus an der Würzburger Theaterstraße 21 wegen des immer noch laufenden Umbaus nicht möglich. Ein im Untergrund liegender alter Bahnhof hatte für massive Verzögerungen...
Shakespeare schrieb „Macbeth“ in einer Zeit, in der Theater wesentlich über das Wort wirkte. Sein Globe Theatre war so gebaut, dass das Publikum gut sehen, aber vor allem auch gut hören konnte, denn die Ränge waren so steil und nah um die Szenenfläche gebaut, dass keiner weiter als 20 Meter vor der Szene platziert wurde. Gute Sicht und gute Akustik sollte allen...
