Geschichte zum Klingen bringen

Mehr als zehn Jahre hat die Berliner Medienkünstlerin Caroline Böttcher für ihren Soundwalk „Memorabilia“ und ihr Buch „Mont Klamott“ in der Nachkriegsgeschichte ihrer Heimatstadt gegraben

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Auf der Marienhöhe zwitschern die Vögel. Aber zwitschern sie im Kopfhörer oder in echt? Geschickt verblendet die Medienkünstlerin Caroline Böttcher die Realitäten in ihrem Audiowalk „Memorabilia. Oder: Der Trümmerberg Marienhöhe“, der über einen der mehr als 20 Berliner Trümmerberge führt und einen dabei in die Geschichte dieser künstlichen Erhebungen tauchen lässt, die aus den Scherben und dem Schutt der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt bestehen.

„Ich habe schon einmal eine Audioarbeit zum Insulaner gemacht (der Nachbar-Trümmerberg, nicht weit von der Marienhöhe; Anm. der Autorin)“, erzählt Böttcher. „Das war mein erster Audiowalk, den ich auf Texten aufgebaut habe, die ich in Archiven gefunden hatte.“ Die Berge hätten sie danach nicht mehr losgelassen. „Diese Orte sind so ambivalent.

Zum einen die Natur, ein Ort der Erholung, zum anderen die Geschichte und die Spuren der Zerstörung, die darunterliegen.“ Seit zehn Jahren beschäftigt sich die gebürtige Berlinerin, die in Hamburg, Leipzig und Berlin Visuelle Kommunikation, Fotografie und Kunst im Kontext studiert hat, nunmehr mit den Berliner Trümmerbergen und hat diesen September im Verlag Urbanophil auch ein zweibändiges ...

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BTR Ausgabe 5 2025
Rubrik: Sound und Akustik, Seite 50
von Sophie Diesselhorst

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