Geglückter Kurzschluss
I’m not a robot“, so hieß die Arbeit, in der die in Frankfurt am Main lebende und arbeitende Regisseurin und Installationskünstlerin Marie Meyer Staub-Wisch-Roboter über eine auf den Boden gespannte weiße Leinwand gleiten ließ: Vor den Augen des Publikums entstand im Laufe des Abends ein Kunstwerk mit Kohlenstaub, der sich auf der Fläche verteilte.
Die Auseinandersetzung mit Robotern an der Schnittstelle von bildender und darstellender Kunst führte sie zu einer neuen Idee: Wie wäre es, wenn das Regieführen komplett an eine Künstliche Intelligenz abgegeben würde? Bei der Hessischen Theaterakademie beantragte Meyer dafür ein Postgraduiertenstipendium, das ihr auch zugesprochen wurde. In einer Recherchephase prüfte sie, was derzeit möglich ist und was sich mit den Mitteln der freien Theaterszene überhaupt realisieren ließ. Sie entschied sich dafür, eine barocke Bühnenanlage für diesen Versuch zu nutzen, mit unterschiedlichen Zügen, die getrennt angesteuert werden können. Und diese Anlage sollte von einer KI als Regisseurin bedient werden. Ein Maschinentheaterstück: ohne Schauspielerinnen und Schauspieler, nur mit Elementen, die technisch bewegt werden.
Komplexes Set-up mit KI und ...
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BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 56
von Bernhard Siebert
Toi, toi, toi
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