Ganz nah dran

Ein ehemaliger Schlachthof aus dem 19. Jahrhundert wurde in Naumburg an der Saale in einen Theaterkomplex verwandelt. Zwei Veranstaltungsräume, eine Galerie und Gastronomie erlauben eine multifunktionale Nutzung. Die neue Werkstatt bietet beste Arbeitsbedingungen. Ein Glücksfall für das Team am Haus und das Publikum aus Naumburg und Umgebung

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Der Naumburger Theater- und Kinofreunde e. V. unterstützt, wie so viele dieser Vereine, das Theater der Kreisstadt sehr aktiv: „Ganz nah dran“ ist sein Flyer übertitelt. Ein überaus passendes Motto, auch für das Naumburger Theater, denn das Ensemble und sein Programm kommt den Menschen schon über Jahrzehnte hinweg nah. Sein erstes Zuhause hatte das Theater, wie oft üblich nach dem Zweiten Weltkrieg, ab Juli 1958 im Saal eines Gasthofs – damals noch als reines Puppentheater. Im „Goldenen Hahn“, einem klassizistischen Bau aus der ersten Hälfte des 19.

Jahrhunderts mitten in der Stadt. Dort gab es bis zuletzt nur 84 Plätze und eine überschaubare technische Ausstattung, die zwar stetig erweitert wurde, aber bald nur begrenzte gestalterische Möglichkeiten bot. Das Haus war also längst nicht mehr für alle Zwecke tauglich. „Zum Beispiel gab es für die Schauspieler keine Garderobe, das war nur ein Durchgang“, erzählt David Groß, Technischer Leiter am Haus. „Neben vielen weiteren Unzulänglichkeiten ist das nur eine.“ Das Theater suchte sich im Laufe der Jahre viele Räume und Orte für das Spiel in der Stadt, machte damit zugleich aus der Not eine Tugend. Das Publikum zog mit, ganz nah dran. ...

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BTR Ausgabe 1 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 15
von Iris Abel

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