Eine Traumszenerie würdigen
Schloss Linderhof bei Ettal ist das einzige Königsschloss Ludwigs II., das zu seinen Lebzeiten fast vollständig fertiggestellt und längere Zeit von ihm bewohnt wurde. Spaziert man in der weitläufigen Parkanlage, spürt man die Lust des Wittelsbachers an Prunk und Prachtentfaltung von jeder Perspektive aus: Der Blick über das Graswangtal in den oberbayerischen Alpen, das Panorama von Schloss, Barockpark mit Wasserspielen, englischem Landschaftsgarten, Wäldern und Bergen.
Im Gelände verstreut kann man sich an Pavillons und Themenhäusern in verschiedenen Neo-Stilen des Historismus erfreuen, wo sich der in seiner politischen Macht stark eingeschränkte Monarch zu seinem Privatvergnügen märchenhaft inszenierte Rückzugsorte geschaffen hat. Heute zieht die Schlossanlage rund 350.000 Besucher:innen im Jahr an. Überall bemerkt man die Liebe zum Detail, die beispielsweise in Ludwigs II. Obsession für buntes Licht sichtbar wird. Wäre es nicht beschildert, würde man fast an einem bedeutsamen Ort vorbeigehen, der unter einem künstlich aufgeschichteten, mit Mohnblumen bewachsenen Hügel liegt: die Venusgrotte. Mit 90 Metern Länge und 14 Metern Höhe war sie der größte künstliche Grottenbau des 19. ...
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BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 12
von Eva Maria Fischer
Antje Grajetzky: Kolja Huneck, für das Stück „SYMBIOSIS“ haben Sie eine mobile Spielstätte entwickelt. Welche technischen Anforderungen waren an die Konstruktion des Kuppelzelts gestellt und wie wurden diese gelöst?
Kolja Huneck: Das Projekt „SYMBIOSIS“ im Domzelt von meinem Duopartner, dem Schleuderbrettartisten Luuk Brantjes, und mir als Jongleur begann Anfang...
Auf den ersten Blick wird man entführt in eine lang entfernte Vergangenheit. Haben hier Mammuts gehaust? Unter der hohen Decke hängen sechs jeweils neun Meter hohe Tapisserien, gewebt aus Flachs und Hanf. Sie haben keine Ecken und Kanten, sondern jede hat ihre eigene Form. In alle Richtungen fransen sie aus, wuchern und scheinen Eigenleben zu führen. An den Wänden...
I’m not a robot“, so hieß die Arbeit, in der die in Frankfurt am Main lebende und arbeitende Regisseurin und Installationskünstlerin Marie Meyer Staub-Wisch-Roboter über eine auf den Boden gespannte weiße Leinwand gleiten ließ: Vor den Augen des Publikums entstand im Laufe des Abends ein Kunstwerk mit Kohlenstaub, der sich auf der Fläche verteilte. Die...
