Eine Reise in die Abstraktion

Bis zum 24. November werden im Zürcher Pavillon Le Corbusier unter dem Titel „Gebautes Licht“ sowohl bekannte als auch bisher unveröffentlichte Fotografien von Lucien Hervé gezeigt. Der Fotograf dokumentierte mit seinen Arbeiten die Architektur der Moderne. Ein Fokus der Schau liegt auf dem Werk des Architekten Le Corbusier, zugleich werden die Bilder in einen Dialog mit den Bauten anderer Architekten gebracht

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Der Fotograf Lucien Hervé wurde 1910 in Ungarn geboren, ab 1929 begann er in Frankreich eine Karriere als Magazinfotograf. Im Jahr 1938 schuf er eine Bilderserie zum 50-jährigen Bestehen des Eiffelturms. 1951 fand eine erste Einzelausstellung in Mailand statt, danach zeigten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland Hervés Werke. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 2007 in Paris.

An einem Dezembertag des Jahres 1949 schoss Hervé in Marseille 650 Fotos von Le Corbusiers „Unité d’habitation“, umgangssprachlich auch Wohnmaschine, ein neu entwickelter Wohnhaustyp und Vorläufer der Plattenbauten. Le Corbusier (1887–1965) war von diesen Aufnahmen derart beeindruckt, dass er schrieb: „Monsieur, Sie haben die Seele eines Architekten …“. Die minimalistische Sprache des Fotografen eröffnete dem Architekten eine neue Dimension für die Verbreitung seiner Architektur. Für Le Corbusier war das Bild seines eigenen Werks von großer Bedeutung. Die Fotografie, das Medium schlechthin zur Verbreitung seiner Ideen, stand daher im Mittelpunkt seines Interesses.

In den folgenden Jahren begleitete Hervé Le Corbusier als eine Art Hausfotograf bei all dessen großen Projekten mit der Kamera, mehr als ...

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BTR Ausgabe 5 2024
Rubrik: Ausstellungen und Tagungen, Seite 68
von Iris Abel

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