Die Welt der Bühne neu erfinden

Zum Tod von Bühnenbildner und Regisseur Wilfried Minks

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Vom Dekor zum Bühnenraum als dramaturgisch gestaltendes Element: Der am 13. Februar verstorbene Wilfried Minks hat in den Sechzigerjahren die Kunst des Bühnenbilds neu erfunden. Leere weiße und offene Räume, in denen auch die bildende Kunst Einzug hielt, waren eine Herausforderung für die Schauspieler und oftmals eine Provokation für die Zuschauer. Wilfried Minks hat Theatergeschichte geschrieben. 

Der Start von Wilfried Minks’ Theaterlaufbahn lag in Wurzen (Sachsen).

Dort wurde der 1930 im 200-Seelen-Dorf Binai in Tschechien geborene und nach dem Krieg mit seiner Familie vertriebene Bauernsohn mit 17 Jahren „Stift“, also Lehrling des Theatermalers am örtlichen Boulevardtheater: ein Saal mit 350 Plätzen und Premieren alle zwei Wochen. Kulissenmaler Minks übernahm dort die eher unspektakulären Jobs wie die Fichten rechts und links vom See. Fichten am See hatten oben heller und unten dunkler zu sein, damit es plastisch wirkt. 

Ans Theater ging Minks, weil er a) gut nach der Natur zeichnen konnte und b) weil es weniger anstrengend war als die Feldarbeit, die der von den örtlichen Bauern geknechtete und verachtete Vertriebene für einen Hungerlohn sonst hätte leisten müssen. Auf die ...

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BTR Ausgabe 2 2018
Rubrik: Foyer: Nachruf, Seite 50
von Sonja Kloevekorn und Ernst Wendt

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