Sein Leitmotiv: „Es lebe die Kunst!“

Erinnerungen an den Bühnen- und Kostümbildner Martin Rupprecht

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Als Stephan Dörschel den freien Künstler, Bühnen- und Kostümbildner Martin Rupprecht aus Anlass der Übergabe seines Archivs an die Berliner Akademie der Künste zum ersten Mal in Lichterfelde besuchte, begrüßte dieser ihn mit dem Ausruf: „Freude!“ Was anfangs etwas irritierte, erschließt sich im Nachhinein beinahe als Leitmotiv: Freude – am Dasein, an den schönen Dingen, am Theater, am Lehrberuf, am Bühnen- und Kostümbild.

Martin Rupprecht wurde 1937 in einem Pfarrershaus in Woldenberg (heute Dobiegniew in Polen) geboren und wuchs in Bernau bei Berlin auf.

Als etwa 10-Jähriger entschloss er sich unter dem Eindruck eines Opernbesuchs, gegeben wurde „Sadko“ von Rimski-Korsakow in der Inszenierung von Ernst Legal und der Ausstattung von Lothar Schenk von Trapp, derjenige zu werden, „der im Theater die Bilder macht“. Martin Rupprecht begann bei dem Szenografen Alfred Hirschmeier und wechselte 1956 auf dessen Empfehlung zu einer Ausbildung an der Westberliner Meisterschule für das Kunsthandwerk bei Werner Kleinschmidt, Herbert Ortel und Marianne Herting. Prägend für Rupprecht war aber die Zusammenarbeit mit Ita Maximowna, der Grand Dame des Bühnen- und Kostümbilds in den 1950er- und ...

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BTR Ausgabe 2 2018
Rubrik: Foyer: Nachruf, Seite 54
von Stephan Dörschel

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