„Die Arbeit mit Dingen liegt mir näher“
BTR: Herr Steiner, Ihr Weg führte zunächst ins Theater. Was hat Sie dort gereizt und was waren da Ihre Betätigungsfelder – im ersten Jahrzehnt Ihrer Berufstätigkeit?
Als Kantonsschüler machte ich einige Jahre lang als Statist am Zürcher Schauspielhaus Erfahrungen. Gern erinnere ich mich an die Kostüme, an das Schminken, überhaupt an die Gerüche im Theater. Damals war ich froh, nicht die harte Arbeit der Bühnentechnik machen zu müssen, die ich eher beiläufig wahrnahm. Was mir besonders gefiel, war die Arbeitszeit am Abend.
Anstatt zu studieren, ging’s dann mit einem Theater auf Tournee, danach nach München, Genf und Berlin. 1972 kam ich an die Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin und durchlief die Stationen Bühnentechniker, Technischer Assistent. Werkstättenleiter und Technischer Leiter. Da uns die Beleuchter nicht in ihre Geheimnisse einweihen wollten, ging ich ans Theater des Westens als Beleuchter, wurde zum ersten Mal Vater und konnte das gesamte Spektrum der Bühnentechnik danach als Technischer Leiter des Renaissance-Theaters praktizieren.
Eine umfassende Ausbildung an den Berliner Theatern! Aber nach etwa zehn Jahren haben Sie in die Ausstellungsgestaltung gewechselt. Wie ...
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BTR Ausgabe 1 2021
Rubrik: Ausstellungen, Seite 22
von Karin Winkelsesser
Wir treffen uns zu diesem Gespräch am 16. November 2020 um 18:30 Uhr: In viereinhalb Stunden beginnt in Wien der „Lockdown heavy 2“. Vor 14 Tagen begann um 00:00 Uhr der „Lockdown light“. Kurz zuvor geschah das Attentat im 1. Bezirk, das Wien und die Welt aufrüttelte – denn hier hatte es viele Jahre lang keinen Terroranschlag mehr gegeben.
Michael Merschmeier: Vor...
Bühnentechnische Rundschau
115. Jahrgang; gegründet 1907
Herausgeber
Der Theaterverlag und Deutsche Theatertechnische Gesellschaft, vertreten durch:
Karin Winkelsesser, Wesko Rohde, Michael Merschmeier (V. i. S. d. P.)
Redaktion
Iris Abel, Julia Röseler, Juliane Schmidt-Sodingen
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10709 Berlin
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Fax: 030 254495 -12
E-Mail: redaktio...
Die Theater- und Opernhäuser sind seit Anfang November erneut geschlossen, auch wenn geprobt, in Werkstätten weiter produziert wird. Aber wann sich wieder der Vorhang öffnet, Konzerte und Inszenierungen stattfinden werden, ist auch jetzt bei Redaktionsschluss – Ende Januar – noch nicht abzusehen. Ein On-Off-Betrieb wäre für die Häuser organisatorisch kaum möglich,...
