„Die Arbeit mit Dingen liegt mir näher“

Jürg Steiner hat seine berufliche Laufbahn zunächst als Techniker im Theater begonnen und widmete sich dann der Ausstellungsarchitektur. Ein wechselvolles Berufsleben für Inszenierungen – live und museal.

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BTR: Herr Steiner, Ihr Weg führte zunächst ins Theater. Was hat Sie dort gereizt und was waren da Ihre Betätigungsfelder – im ersten Jahrzehnt Ihrer Berufstätigkeit? 
Als Kantonsschüler machte ich einige Jahre lang als Statist am Zürcher Schauspielhaus Erfahrungen. Gern erinnere ich mich an die Kostüme, an das Schminken, überhaupt an die Gerüche im Theater. Damals war ich froh, nicht die harte Arbeit der Bühnentechnik machen zu müssen, die ich eher beiläufig wahrnahm. Was mir besonders gefiel, war die Arbeitszeit am Abend.

Anstatt zu studieren, ging’s dann mit einem Theater auf Tournee, danach nach München, Genf und Berlin. 1972 kam ich an die Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin und durchlief die Stationen Bühnentechniker, Technischer Assistent. Werkstättenleiter und Technischer Leiter. Da uns die Beleuchter nicht in ihre Geheimnisse einweihen wollten, ging ich ans Theater des Westens als Beleuchter, wurde zum ersten Mal Vater und konnte das gesamte Spektrum der Bühnentechnik danach als Technischer Leiter des Renaissance-Theaters praktizieren.

Eine umfassende Ausbildung an den Berliner Theatern! Aber nach etwa zehn Jahren haben Sie in die Ausstellungsgestaltung gewechselt. Wie ...

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BTR Ausgabe 1 2021
Rubrik: Ausstellungen, Seite 22
von Karin Winkelsesser

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