„Der kreative Prozess ist intensiver“

„Melencolia, eine Show gegen die Gleichgültigkeit des Universums“ (2022) wurde im Rahmen des Holland Festivals am 19. und 20. Juni 2024 in Amsterdam aufgeführt. Die Komposition, ein experimentelles Musiktheaterstück von Brigitta Muntendorf, verbindet Livesound mit Video und KI-generierten Inhalten zu einem 3D-Klangraum. Verantwortlich für das Sounddesign war Norbert Ommer – wir sprachen mit ihm über die technische Realisierung

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Melencolia I“ (Die Melancholie), ein Kupferstich von Albrecht Dürer, gilt als das meistkommentierte Werk der Kunstgeschichte, erfährt man bei der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, zu deren Sammlung das Bild gehört. Der Stich sei bis heute nicht umfassend gedeutet, denn die Symbolik vieler der abgebildeten Gegenstände, u. a. ein Polyeder, sei rätselhaft. Dennoch wird „Melencolia I“ als ein geistiges Selbstporträt des nach Erkenntnis strebenden Künstlers interpretiert. Der Gemütszustand der Melancholie wurde in verschiedenen Zeiten und Kulturen sehr unterschiedlich aufgefasst.

„Sie galt als körperliche Krankheit wie auch Moment der Kontemplation, als Möglichkeit der Überwindung irdischer Leiden und als Schwester der Genialität“, erläutert die Komponistin Brigitta Muntendorf, der Dürers Werk als Basis für ihr experimentelles Musiktheater diente. „Albrecht Dürers rätselhafter Polyeder im ebenso rätselhaften Bild ‚Melencolia I‘ ist zu einem Sinnbild für diese Widersprüche und das Unlösbare inmitten menschlicher Sehnsucht nach Erlösung geworden. Die Uraufführung ‚Melencolia‘ erkundet diese Gegensätze musikalisch.“ Mit „Melencolia“ inszeniert die Künstlerin „eine Oper als Raum gewordener ...

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