Das Zusammenspiel der Maschinen
Rainer Beddig studierte in den 1980er-Jahren Fototechnik, am Vorläufer der Berliner Hochschule für Technik im Wedding, der Fachhochschule für Optik und Fototechnik. Vielleicht wollte er irgendwann auch Fotograf, also der Bildentwerfer und Weltenschöpfer werden. Doch die Technik, die Bildentstehung und später das Weltenbauen, lag ihm in der Wahl eines ingenieurstechnischen Fachs näher.
Durch sein Praktikum bei der Firma Borsig unweit der Hochschule, ebenfalls im Norden Berlins, lernte er eine besondere Form Industriefotografie – in der die Fotografie Schönes zeugte, um Unschönes zu dokumentieren: die schattenfreie Fotografie als Instrument des Fehlernachweises in der Produktion von Kugelhähnen für Ölpipelines. „Das sind zwei Meter große Kugeln aus Edelstahl, die eine Pipeline schließen können. Genauso wie zu Hause am Waschbecken, nur eben viel größer. Bei einem festgestellten Schaden in der Produktion wurden wir gerufen und mussten ganz schnell, in weniger als einer Stunde, von diesen hochglanzpolierten, sphärischen Kugeln Schadensbilder machen. Auf dieser Basis konnte der Schaden analysiert werden. Da musste jeder Schuss sitzen, den wir machten. Die Digitalfotografie war noch nicht ...
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BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 26
von Siegfried Paul und Thomas Sakschewski
01. Modulare Tribünensysteme als Festinstallationen
Mit dem erweiterten Geschäftsfeld für temporäre Zuschauertribünen setzt die 4e Veranstaltungsprojekt GmbH neue Maßstäbe in der Ausstattung von Interimsspielstätten. Die modularen Tribünensysteme bieten den Komfort, die Ästhetik und die Sicherheit einer Festinstallation – und bleiben dennoch flexibel und...
Auf den ersten Blick wird man entführt in eine lang entfernte Vergangenheit. Haben hier Mammuts gehaust? Unter der hohen Decke hängen sechs jeweils neun Meter hohe Tapisserien, gewebt aus Flachs und Hanf. Sie haben keine Ecken und Kanten, sondern jede hat ihre eigene Form. In alle Richtungen fransen sie aus, wuchern und scheinen Eigenleben zu führen. An den Wänden...
Ein Schritt nach vorn? Eher ein Schritt daneben. Die Nachricht hätte als Signal der Entlastung verstanden werden können: Techniker:innen an deutschen Theatern sollen nach der neuen Einigung im NV Bühne künftig nur noch 39 statt 40 Stunden pro Woche arbeiten. Doch wer glaubt, dass diese kosmetische Maßnahme die Arbeitswirklichkeit an deutschen Bühnen verbessert,...
