Choreografie der Maschinen

Inbetriebnahme des Bühnenbilds für „Rigoletto“ in Bregenz

Im Sommer erlebten 180.686 Zuschauer die effektvolle Inszenierung von Verdis „Rigoletto“ auf der Bregenzer Seebühne. Die künstlerische Idee von Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl – eine überdimensionale, wandelbare Bühne aus Kopf, Kragen und zwei Händen -– ist überraschend beweglich. Für die Bregenzer Technik-Crew, erfahren im opulenten Bühnenbau, war „Rigoletto“ vor allem wegen des Zusammenspiels von Darstellern und kinetischer Technik eine anspruchsvolle Produktion.

Ein scherzhafter Spruch war unter den Technikern im ersten Halbjahr 2019 auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele  häufig zu hören: „Seit wann machen wir so einen Zirkus mit?“ Was war damit gemeint? Überdimensionale und technisch anspruchsvolle Bühnenbilder sind die Teammitglieder gewöhnt. Mehrstöckige Drehbühnen, tonnenschwere Hubpodien und Unterwasserfahrbahnen zählten in den vergangenen Jahren zu den üblichen Herausforderungen der Bühnentechnik und konnten beinahe routiniert auch unter den besonderen Voraussetzungen der Seebühne gemeistert werden. Doch keine der bisher realisierten Produktionen wies eine technische Komplexität und so hohe maschinenbau- und steuerungstechnische Ambitionen auf wie die ...

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BTR Ausgabe 5 2019
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 76
von Joachim Hering

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