Bühnentanz: Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die Unfallkasse NRW hat mit „Grundsätze der Prävention im professionellen Bühnentanz“ einen Leitfaden zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für Beschäftigte im Theater herausgegeben, der sich in erster Linie an Verantwortliche und Berater richtet

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Professionelle Tänzerinnen und Tänzer sind die Hochleistungssportler in der darstellenden Kunst. Die Ausbildungsdauer ist sehr lang, die Zeit der Berufsausübung kurz. Sie sind im Rahmen der Ausbildung und später im Arbeitsprozess in Training, Proben und Vorstellungen maximalen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt, was sich in einer hohen Anzahl von Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen widerspiegelt.

Der Körper als Arbeitsmittel
Abweichend von anderen Berufsgruppen gibt es im Bühnentanz kaum bzw.

keine den eigenen Körper im Arbeitsprozess unterstützende Arbeitsmittel. Somit ist der Körper gleichzeitig Arbeitsmittel und Kapital der Karriere. Grundsätzlich ist eine Berufsausübung als Tänzerin oder Tänzer nur mit einem insgesamt funktionsfähigen Organismus möglich. Bereits minimale körperliche „Defizite“ können im Tanz nicht oder nur schwer kompensiert werden. Sie führen zu starken Einschränkungen in der Berufsausübung und nicht selten zu einer Arbeitsoder gar Berufsunfähigkeit. Schon deshalb kommt der Prävention von Verletzungen im professionellen Bühnentanz eine existenzielle Bedeutung zu.

Grundsätze als umfassender Maßstab zu Sicherheit und ...

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BTR Ausgabe 4 2026
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 68
von Wolfgang Heuer

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