Vom Sorgenkind zur Bühne der Zukunft

Die Stadthalle in Bayreuth, heute das Friedrichsforum, bildete über Jahrzehnte ein kulturelles Zentrum und ermöglichte eine große Programmvielfalt. Doch zahlreiche bauliche und technische Mängel erforderten eine Sanierung. Nach einer langen Planungs- und Bauphase steht die Eröffnung des neuen Friedrichsforums im Oktober bevor. Ein Bericht – zur Entstehung, Technik und der Generalsanierung des Hauses

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Wer in Bayreuth aufgewachsen ist, kennt die Geschichten: Schulabschlussfeiern, Stadtbälle, Konzerte. Die Stadthalle, ihr heutiger Name Friedrichsforum, war über Jahrzehnte das kulturelle Herzstück der Stadt, die nicht nur durch die Bayreuther Festspiele und das Markgräfliche Opernhaus weltberühmt ist, sondern auch durch eine lebhafte bürgerliche Kulturszene.

Das Gebäude in der Ludwigstraße 31, dessen älteste Teile aus dem 17. Jahrhundert stammen und dessen Reithalle im 18.

Jahrhundert unter Markgräfin Wilhelmine Teil einer barocken Residenzanlage war, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. In den 1930er-Jahren wurde es im Auftrag der Nationalsozialisten durch den Bayreuther Architekten Hans Reissinger umgestaltet, 1965 nach einem weiteren Umbau durch denselben Architekten, wurde die Stadthalle mit Bühnenturm feierlich neu eröffnet.

Konzerte, Diskotheken, Faschingspartys, Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen und Tagungen – der Saal war multifunktional, wie es dem Selbstverständnis einer oberfränkischen Mittelstadt entsprach. Doch im Laufe der Zeit zeigte das Haus deutlich seinen Verschleiß. Technisch und baulich war die Stadthalle nicht mehr auf dem Stand, den eine kulturell ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 4 2026
Rubrik: Foyer, Seite 5
von Natalie Hamhaber-Wild

Weitere Beiträge
Lichtkunst im Austausch

Von Weitem schon leuchtet der 52 Meter hohe Schornstein der früheren Brauerei mit einer Zahlen-Installation von Mario Merz. Auf dem Platz vor dem Zentrum für Information und Bildung (ZIB) in Unna steht der Kubus „Light Phenomena“ von Giny Vos. Der Neubau des ZIB grenzt direkt an die ehemalige Lindenbrauerei. Das Kühlschiff und der ehemalige Pausen- und...

Markt 4/26

01. Großes Interesse an ETC-Neuheiten
Reges Treiben herrschte am ETC-Stand auf der BTT in Rostock. Der Hersteller von Beleuchtungs- und Obermaschinerietechnik präsentierte eine große Palette an Produkt-Innovationen. Ein Highlight setzte dabei die aktuelle Apex FP: Der jüngste Zuwachs der Apex-Konsolenfamilie bietet große Leistung, viele Features, hohe Flexibilität...

Nachgefragt: Jonas Beck

BTR: Jonas Beck, was hat Sie zum Theater allgemein gebracht?
Jonas Beck: Bei mir liegt das ein bisschen in der Familie: Meine Eltern sind beide Berufsmusiker, was mich schon als Kind öfter mal hinter eine Bühne brachte. Dazu war einer meiner Onkel Dipl.-Ing. für Theater- und Veranstaltungstechnik in Brandenburg und später TL in einem Luxemburger Theater, was...