Bewegung auf der Bühne
Das Ruhrgebiet in den 1960er-Jahren war noch flächendeckend von schwerem Metall geprägt. Die Musik war englischsprachig und voll bepackt mit Gitarrensoli, die nach einer anderen Welt jenseits von Kohle, Kokerei und Eisenschmelze klangen. In dieser Umgebung wuchs der 1959 in Wanne-Eickel geborene Michael Henn auf. Nach nur zweieinhalb Jahren Lehrzeit schloss er seine Ausbildung als Elektriker in einem lokalen Betrieb ab. Im selben Jahr, 1976, schloss auch die Zeche Pluto im Stadtkern. Kohle wurde auf der ehemaligen Stadtfläche in den Schächten anderer Zechen dennoch gefördert.
Wäre es nach seinem Vater gegangen, hätte Henn – wie eigentlich alle – auf der Zeche anfangen sollen. Dort war aus dessen Sicht der krisensichere Job und eine Menge Kohle zu verdienen. Doch Henn zog es mehr zur Licht- und Tontechnik. Gerade frisch den Gesellenbrief in der Hand hatte er sich, den mittlerweile jeder nur noch als „Henni“ kannte, bereits selbstständig gemacht – nicht als Elektriker, sondern als „Veranstaltungstechniker“, oder wie man das so nannte, wenn man keinen Chef braucht, Ideen hat und nicht warten will, diese umzusetzen.
Der Platz hinter der Bühne
Als Musiker wollte er immer eine eigene ...
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BTR Sonderband 2025
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 46
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