Berufserfahrung zertifizieren

Mit einem Validierungsverfahren werden berufliche Fähigkeiten, die nicht durch eine klassische Ausbildung erworben wurden, bewertet und zertifiziert. Damit erhält man den Nachweis, über Kompetenzen wie eine ausgebildete Fachkraft zu verfügen – eine Chance für Ungelernte und Quereinsteiger:innen. Für mehr als 40 Berufe gibt es das Verfahren bereits, nun wird auch ein Angebot für den Beruf Fachkraft für Veranstaltungstechnik bei ausgewählten Industrie- und Handelskammern aufgebaut

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Den angelernten Bühnentechniker:innen oder Stagehands, die bereits seit vielen Jahren in der Branche arbeiten, bleibt eine klassische Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik verschlossen, sei es aus Alters- oder anderen Gründen. Doch das Validierungsverfahren bietet nun die Chance, fachliches Wissen und Können nachzuweisen und sich zertifizieren zu lassen. Damit kann man den Nachweis erhalten, über gleichwertige Kompetenzen wie eine ausgebildete Fachkraft zu verfügen. In der Theater- und Veranstaltungsbranche wird das Verfahren neu angeboten.

Was ist ein Validierungsverfahren?
Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren. Am Ende des Verfahrens stellt die Kammer ein Validierungszertifikat aus. Es bescheinigt, dass die Person entweder für das gesamte Berufsbild oder für Teile des Berufs gleichwertige Kompetenzen wie eine Fachkraft im jeweiligen Referenzberuf nachgewiesen hat. Aus Arbeitszeugnissen, die Menschen ohne Abschluss oft vorweisen, können zwar Rückschlüsse auf die bisherigen ausgeübten Tätigkeiten gezogen werden, allerdings sind diese lange nicht so aussagekräftig wie Nachweise aus dem formalen Bildungssystem. Durch das ...

Tina Rapp ist Projektleiterin der Kammerinitiative „ValiKom Transfer“ bei der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e. V. (LGH).

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BTR 6 2022
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 76
von Tina Rapp

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