Berlin, Hauptstadt der Übertitelung
Die Geschichte der Übertitelung im Theater beginnt mit einem Witz. Nachdem eine langjährige Abonnentin zum ersten Mal „La Bohème“ von Puccini in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln gesehen hatte, fragte sie in einem Brief an das Theater, ob denn zukünftig auch Mozarts „Die Zauberflöte“ mit Übertitelung gespielt werden würde. Der Brief machte im Theater schnell die Runde, man amüsierte sich köstlich. Das ist mehr als 30 Jahre her und ein Zeugnis eines typischen Missverständnisses.
Im Theater konnte man sich damals nicht vorstellen, dass auch in deutschsprachigen Opern einige Zuschauer den gesungenen Text nicht wirklich verstehen. Dass zudem Schwerhörige einen berechtigten Anspruch auf einen barrierefreien Zugang und damit zu Hilfsmitteln haben, spielte damals so gut wie keine Rolle. Aber die Geschichte beschreibt, dass Übertitelungsanlagen im Theaterbetrieb ein Stiefkind sind. Das fängt mit der Zuständigkeit an.
Das deutsch-französische Unternehmen PANTHEA hat sich dieses Themas seit drei Jahren angenommen und dabei erstaunliche Entdeckungen gemacht. Jetzt beschreitet man erfolgreich neue, bisher ungenutzte Wege.
David Maß, Vice-President und CEO von PANTHEA Germany, ...
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BTR Sonderband 2019
Rubrik: Thema: Technologie, Seite 100
von Hubert Eckart
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