Alles Gute kommt von oben?
Festivals und Freiluftveranstaltungen boomen – ob im großen Format wie in der Stiftsruine in Bad Hersfeld oder im kleinen Neersen. Die Größe des Ortes ist aber bei extremen Wetterlagen nicht entscheidend, sondern die Sicherheit der Besucher und der Mitwirkenden. Wie bereitet man sich auf solche Szenarien vor? Wie gehen die Kollegen damit um? Ein Technischer Leiter und ein Intendant geben Auskunft.
Bei den 69. Bad Hersfelder Festspielen wird „Der Prozess“ von Franz Kafka in der Bühnenbearbeitung von Joern Hinkel gegeben. Der Roman um Bankprokurist Josef K.
hat in Zeiten wilder Präsidenten und fragwürdiger Populisten einen fast schon erschreckenden Zeitbezug. Das Tribunal, das Josef K. trifft, kann jeden von uns treffen. Wenn die Schuld nicht von Belang ist, ist jeder Täter und Opfer zugleich. Kafka schrieb den „Prozess“, nachdem er 1914 während einer Aussprache mit seiner Verlobten und deren Vertrauten sich wie ein Angeklagter fühlte. Kaum 20 Jahre nach der Entstehung der Geschichte war diese Art der Tribunale in Deutschland an der Tagesordnung. Intendant Joern Hinkel hat das Stück – mit viel Schauspielprominenz wie in Bad Hersfeld üblich – in der großen Stiftsruine in Szene ...
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BTR Ausgabe 5 2019
Rubrik: Thema: Festivals & Festspiele, Seite 42
von Wesko Rohde
Richard Wagner composed the opera Tannhäuser a few years before he took to the barricades in Dresden in 1849. The work was influenced by his political ideals but also by his ambition to succeed as an artist. A culture clash? At Bayreuth this year, director Tobias Kratzer took Wagner’s call to join in the revolution as inspiration for his interpretation of the...
Künstliche Intelligenz im Theater?
Der Sommer endete in München mit einer spektakulären Installation. „Sensefactory“ in der Muffathalle war ein atmendes Bühnenbild. Anlässlich des Bauhaus-Jahres haben Künstler, Musiker und Architekten den Versuch unternommen, das Publikum mit einem durch künstliche Intelligenz gesteuerten Bühnenraum zu konfrontieren. Wir...
From 21 August to 29 September, the Ruhrtriennale festival hosted 35 productions and projects at 14 locations in the Ruhr area of Germany. The second cycle under the directorship of Stefanie Carp, this year’s edition was by no means received with unanimous enthusiasm. But among the many examples of work blending art and technology, two outstanding productions were...
