Träumt weiter?

Well-made plays, mal laut, mal leise: In Berlin inszeniert am Deutschen Theater Stephan Kimmig Tennessee Williams’ «Glasmenagerie», Thomas Ostermeier Schnitzlers «Professor Bernhardi»

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Manchmal passt es besser, als man planen konnte. Natürlich wurde am Deutschen Theater Tennessee Williams’ «Die Glasmenagerie» auf den Spielplan gesetzt, bevor irgend jemand sich auch nur im Entferntesten vorzustellen vermochte, dass in den USA fünf Wochen vor der Premiere tatsächlich ein durchgeknallter Milliardär zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt werden würde – nicht zuletzt von den Abgehängten des amerikanischen Traums, der schon lange ein Traum ist, der für die Allermeisten nie wahr werden wird.

Von Träumern, die sich mit Ersatzglück­seligkeiten die Tristesse der Realität vom Leibe halten, erzählte 1944 Tennessee Williams in seinem biografienahen Debütstück aus einem St. Louis der späten 30er Jahre. Amanda Wingfield, deren Mann sich vor langer Zeit aus dem Staub gemacht hat, lebt mit ihren erwachsenen Kindern Tom und Laura in ärmlichen Verhältnissen. Tom, ein unkaschiertes Selbstporträt des Dichters, ernährt die Familie mit der ungeliebten Arbeit in der Schuhfabrik, die ihn vom Schreiben abhält, und flüchtet sich allabendlich in Kino und Kneipe. Laura, leicht gehbehindert, schwänzt die Schule, setzt kaum mehr einen Fuß vor die Tür und poliert ihre Glastiere. Und ...

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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Aufführungen, Seite 10
von Barbara Burckhardt

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Premieren im Februar · Hinweise · Suchlauf – Programmhinweise

Daten

Aalen, Theater der Stadt
25. Lessing, Nathan der Weise
R. Tina Brüggemann

Altenburg/Gera, TPT
26. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
R. Bernhard Stengele

Annaberg, Eduard-von-
Winterstein-Theater
12. nach Brussig, Buck und Haußmann, Sonnenallee
R. Dietrich Kunze

Augsburg, Theater
4. Goethe, Faust
R. Christian Weise
10. Bjerg, Auerhaus
R. Bibiana Picado...