Strich, Strich, Strich, Stern
Von Wien nach Hamburg. Als Joachim Lux 2009 aus der österreichischen Hauptstadt in die Hansestadt zog, muss das ein Kulturschock gewesen sein. In Wien würde man Theater leben, erzählte der heute 67-Jährige damals, jeder Taxifahrer wisse, welches Stück am Burgtheater gerade Premiere habe. In Hamburg dagegen – naja. Und heute? Im Sommer 2025 beendet Lux 16 Jahre Intendanz am Thalia Theater.
Hat er seine Kunst in der Stadt verankert? Was sagen Taxifahrer heute zu ihm? «Es hat sich in der Zeit etwas getan», meint Lux, und es ist charmant, dass er das nicht ausschließlich auf sein eigenes Wirken zurückführt, sondern auf ein verändertes Kulturklima in der Stadt. «Ich war von Anfang an für die Elbphilharmonie. Hamburg hat durch diesen Bau einen bedeutenden Schritt gemacht.» Diese Erklärung sagt etwas darüber aus, weswegen Lux seine Arbeit in Hamburg als Erfolg versteht: Hamburg wurde nicht durch ihn mehr zur Kulturstadt, sondern durch Elbphilharmonie, Reeperbahnfestival, Elbjazz. Und vielleicht ein bisschen durch das Thalia Theater.
Was ermöglicht ein großstädtisches A-Klasse-Haus, wenn man ausreichend Beharrungsvermögen hat? Und wie kann man dieses Haus mit den gleichen Voraussetzungen ...
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Theater heute August-September 2025
Rubrik: Bilanzen, Seite 44
von Falk Schreiber
Das ist also das allerletzte Abschiedswort. Zum endgültigen Ende von Joachim Lux 16 Jahre dauernder Intendanz am Hamburger Thalia Theater gibt es noch die Dramatisierung von Édouard Louis’ Roman «Anleitung, ein anderer zu werden» als Einpersonenstück auf der Nebenbühne der Nebenbühne (das Thalia in der Gaußstraße besitzt einen winzigen Spielort namens «Werkstatt»,...
Wofür soll man kämpfen in dem bisschen Leben, das uns vergönnt ist? Kann, darf man unpolitisch bleiben? Der Konflikt zwischen politischem Engagement und privatem Lebensglück entfacht neu in Zeiten, in denen Deutschlands «Kriegstüchtigkeit» öffentlich gefordert wird. Sie trieb auch Brecht zeitlebens um. Historische Folie von «Trommeln in der Nacht», das seinen Ruhm...
Personen
Achen Frau, in den 30ern bzw. 40ern, illegal eingewandert, lebt in den USA
Kat Frau, in den 30ern, Amerikanerin
Amaka Frau, in den 30ern bzw. 40ern, Freundin von Achen
Chris Mann, in den 40ern, Amerikaner, Achens Crush und späterer Ehemann
Kakye Frau, in den 30ern, früher eine Freundin von Achen, die in den USA studierte
Freie*r Journalist*in mit...
