Manuel Legris; Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Manuel Legris
Zwei Tage nach der Premiere seiner umjubelten Einstudierung des Nurejew‘schen «Don Quixote» in Hamburg wurde es in Wien offiziell: Manuel Legris (53) wird, wie Intendant Dominique Meyer, 2020 die Wiener Staatsoper verlassen. Meyer wird von Bogdan Roscic abgelöst, Legris geht aus freien Stücken. Wer ihm nachfolgt, wird voraussichtlich wie gewohnt der neue Opernchef bestimmen.
2010 wurde Legris zum Ballettdirektor eines der größten westeuropäischen Ensembles (100 Tänzer, ca. 50 Vorstellungen in der Staatsoper, ca. 30 in der Volksoper) bestellt.
Vor allem während der ersten beiden Spielzeiten ließ sich eine erfreuliche Veränderung erleben, wo davor Gyula Harangozó fünf Jahre lang vieles hatte schleifen lassen. Mit Legris kehrte das Ballett als ernstgenommene Kunstform auf die Bühne zurück. Neu war auch, dass der Intendant sich immer wieder für das Ballett starkmachte und damit medial mehr im Fokus stand als der eher zurückhaltend agierende Ballettchef.
Wo sein Vorgänger das Repertoire gleichsam veruntreut hatte, tat sich Legris mit offenem Blick hervor und wertete es international auf, auch indem Etliches aus dem Pariser Spielplan-Kanon – etwa Werke von Serge Lifar und Roland Petit ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2018
Rubrik: Menschen, Seite 34
von Andrea Amort
Verletze deine Seele. Schwer. Beleidige sie. Bis aufs Blut. Wie auch immer man den Titel der jüngsten Arbeit der griechischstämmigen Choreografin übersetzen will – in Kat Válasturs Worten handelt es sich um ein Solo für einen «Humanoiden mit sensibler Haut». Diesen setzt sie auf der Bühne aus wie eine gewaltig klaffende Lücke zwischen Mensch und Kunst. Ein einsamer...
Selbst auf den Knien lässt sich noch tanzen. In den «Dances at a Gathering» gibt es ein Scherzo von Frédéric Chopin, in dem die Choreografie von Jerome Robbins für einen Moment innehält. Scheinbar unbewegt, lässt Alicia Amatriain allein ihre Blicke schweifen. Vielleicht spürt man gerade deshalb, wie es im Innersten der Ballerina tanzt, während ihr äußerlich so...
Die Welle von Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe im US-amerikanischen Kongress sowie im Medien- und Unterhaltungssektor hat nun auch den langjährigen Chef des New York City Ballet und der angegliederten School of American Ballet erfasst. Am 1. Januar hat der gebürtige Däne seine Posten niedergelegt. Wie die «Washington Post» berichtete, ging der Demission...
