Kein Schutzraum, nirgends?
We are all made by our stories», lautet der stückprägende Satz in Deirdre Kinahans neuem Drama «Refuge». Und die These wird in der Diskussion der Figuren weiter beleuchtet durch die Fragestellung, wer die Prägung durch Geschichte und Geschichten (noch) ändern kann und wer die Determination akzeptieren muss.
Diese Prägung betrifft fünf Menschen und einen Schatten, die Handlung ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt und verknüpft diese mit einer repetitiv daherkommenden Fragestellung: «Why are you here?»
Da ist die Geschichte von Hannah und Peter (sowie ihrem zunächst nicht sichtbaren Sohn Ludwig), die 1710 aus Oberalben nach Limerick, Irland auswandern. Im 18. Jahrhundert boten tatsächlich irische Landlords einer großen Gruppe Pfälzer:innen ein Zuhause im ländlichen Irland an, um die protestantische Bevölkerung zu vergrößern. Die erfolgreichste dieser Kolonien befand sich in Rathkeale in der Grafschaft Limerick. Die Pfälzer Familien wanderten vor allem aus, um der religiösen Verfolgung in ihrer Heimat zu entgehen. Frisch in Rathkeale angekommen, begegnet Hannah einem mysteriösen Mann namens Herr Ireland, der sie in die irische Sprache und Gebräuche einführt – und der Begegnung die ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 155
von Boris C. Motzki
Eine königlich gedeckte Frühstückstafel. Die leckerste Frühstückstafel, die Sie sich vorstellen können.» Noëlle Haeseling leitet ihr Stück «Fanfaren!» mit dieser köstlichen Beschreibung der Bühne ein und gibt in den ersten Zeilen schon einen Vorgeschmack auf ein zartes Schauspiel mit bitterem Kern.
Eine Galerie – hier warten sie: Die erste, zweite, dritte und...
Ich glaube, das Gebot der Stunde lautet Kooperation, im Gegensatz zu einer Gesinnung, in der es als Erfolg gilt, sich die Welt Untertan zu machen. Das 20. Jahrhundert ist noch nicht lange her, und es wuchert noch kräftig zu uns herüber. Angesichts der globalen Bedrohungslagen unseres Jahrhunderts ist jedoch Kooperation die einzig logische Schlussfolgerung –...
Wie ich mich bei Laune halte? Das Lachen vergeht einem angesichts der weltpolitischen Lage, aber auch der kleinen Themen, die oft noch näher sind. Und doch: Es gibt Momente, in denen es immer wieder gelingt – dieses merkwürdige, fragile Konstrukt namens «gute Laune» wenigstens für kurze Zeit aufrechtzuerhalten. Zum Beispiel beim Lachen. Oder beim Schwimmen.
Beides...
