Jenseits fertiger Lösungen
Es beginnt bereits mit der Frage, was denn eigentlich als die korrekte Berufsbezeichnung gilt: Medienkünstler mit technischem Hintergrund, Software-Entwickler, Coder, Engineerer, Bastler? «Wenn die Dramaturgie uns im Programm benennt, ist das immer sehr kreativ», sagt Mario Simon, Leiter der Medienabteilung an der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität in einem Gespräch, das ich mit ihm und seinem Kollegen Lucas Pleß wegen der derzeitigen Kontaktbeschränkungen digital führe.
Eines ist aber sicher: Längst sind sie mehr als nur Menschen, die eine Kamera halten oder Videos schneiden, es geht um die Verbindung zwischen technischem Knowhow und Kreativität. Und als solche sind sie von Schauspiel über Musik- bis zum Tanztheater gefragt, denn Regisseur*innen und Choreograf*innen arbeiten immer öfter mit medialen Ansätzen und komplexen Anforderungen – auch an die produzierenden Institutionen selbst. Doch noch immer scheint diese Entwicklung neu, entsprechende feste Positionen gibt es nur an wenigen Theatern.
Mario Simon und Lucas Pleß haben ihre Theaterarbeit am Schauspiel Dortmund begonnen. Ihre Werdegänge könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite Simon, ...
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Theater heute Juni 2020
Rubrik: Digitale Akademie, Seite 38
von Dirk Baumann
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