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Molière «Der Geizige», Ibsen «Nora» am Schauspiel Düsseldorf

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Schöne Dauerbrenner zur Winterzeit hat das Schauspiel Düsseldorf in dichter Folge auf den Spielplan gebracht: «Der Geizige» ist Molières neben dem «Tartuffe» meistgespieltes Stück über einen paranoid-narzisstischen Patriarchen, dem sein Geld sogar über die Liebe zu seinen Kindern geht. Eifrig wird im Programmheft dazu auf heutige Populisten und Manipulateure verwiesen.

Und auch die weibliche Selbstbefreiung von Ibsens «Nora» ist unermüdlich stadttheaterpräsent, auch wenn sie einerseits nicht mehr ganz auf Diskurshöhe ist – und andererseits von rückwärtsgerichteten Instagram-Idealen schwer konterkariert wird.

Mit Gegenwartsanspielungen hat sich Re -gisseurin Bernadette Sonnenbichler in ihrer Düsseldorfer «Geizigen»-Inszenierung dennoch zurückgehalten. Ganz zeitlos wirkt schon das atemberaubende Bühnengebilde von David Hohmann: eine Art Treppenhaus-Gerippe, das aussieht wie eine der unmöglichen Architekturen des Zeichners H.C. Escher: Treppenfluchten, die ins Nichts führen, Perspektiven, die sich jederzeit umstülpen lassen.

Genau im Zentrum, in einem goldenen Rahmen, erscheint der allmächtige Hausherr Har -pagon (Thomas Wittmann) mit theatralem Suspense als Schattenriss aus ...

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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Dorothea Marcus

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