Innovation in Permanenz
Offensichtlich wollte Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, das richtige Verständnis und die Relevanz der wissenschaftlichen Studie «Das Freie Theater. Die Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft (1960-2010)» nicht leichtfertig dem Lektüreprozess überlassen. Henning Fülle «kennt sich allumfassend aus», glaubt der Doktorvater dem Autor in einer Art professoralen Gutachten «Zum Geleit» bescheinigen zu müssen.
Als «kompetenter Forscher» und «Akteur des Freien Theaters» zugleich wisse Fülle, «wo Akzente zu setzen sind, was als Meilenstein zu deklarieren ist, welche Texte Relevanz haben». Auch das sich bereits im Vorwort manifestierende wissenschaftliche Selbstverständnis dürfte (nicht nur) eingefleischte Wissenschaftler*innen zum Gruseln bringen: Schneider zufolge ist «der Erkenntnisgewinn der Forschungen» auch «dahingehend zu bewerten, wie Entwicklung, Status und Perspektive des Gegenstandes in den kulturpolitischen Diskurs Eingang finden und die Theaterpolitik mit Reformvorschlägen bereichert wird».
Ewig jung: die Reformdiskurse der 60er
Nun haben seit Erscheinen des «Recherche»-Bandes 125 bei «Theater der Zeit» im November ...
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Theater heute Mai 2017
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Anja Quickert
Am Ende haben sie dann natürlich gespielt. Das Gastspiel von Milo Raus «Five Easy Pieces» in der Region Paris hat für einen Sturm im Wasserglas gesorgt. Im März stand die Produktion, in der Kinderdarsteller sich mit der Geschichte des belgischen Sexualmörders Marc Dutroux beschäftigen, auf dem Spielplan des Théâtre des Amandiers in Nanterre (vgl. das Porträt in TH...
Personen
Julia
Jan
Tobias
Ein Hund
Ein Kellner
Ein Fremder
Ein Psychologe
Ein Kollege
Ein Dealer
Die Namen entsprechen den beliebtesten Mädchen- und Jungennamen aller 1990 in Deutschland Geborenen.
Die sechs Personen, die nicht zur Gruppe gehören, werden von demselben Schauspieler gespielt.
Tobias Wisst ihr eigentlich, dass wir uns heute vor einem Jahr das erste Mal gesehen...
Im Laufe meiner etwa zwanzigjährigen Tätigkeit als Dramaturg an Theatern in Zürich, Basel, Bremen und Berlin gehörte zu meinen Aufgaben, Schülern das Berufsbild des Dramaturgen zu beschreiben. Doch sehr oft wurde mir sogar von Theaterkollegen entgegengehalten, dass ich gar keinen «richtigen» Beruf hätte. Meine Aufgabe als «Dramadurch» (ich komme aus Hessen) sei ja...
