In Bullshit-Zeiten
Es ist unerlässlich, dass sich die Diversität unserer Stadt im Kulturbereich widerspiegelt», schreibt Sarah Wedl-Wilson, die Berliner Staatssekretärin für Kultur, in ihrem Grußwort der pünktlich zur Jahreskonferenz erschienenen Publikation «Beteiligung. Macht. Theater.» «Fair Stage ist daher Teil einer größeren Strategie seitens der Berliner Kulturpolitik», versicherte sie schriftlich.
«Dieser Prozess ist essenziell für die Zukunft unserer Bühnen – wir brauchen Theaterutopien!»
Nun war besagte kulturpolitische Strategie und Wedl-Wilsons «Herzensthema» zum Zeitpunkt der Konferenz allerdings durch die am 19. November durchgestochene Kürzungsliste längst Makulatur. Auch der Konferenz-Titel «Dranbleiben – Strategien und Utopien einer fairen Theaterpraxis» musste Veranstalter- wie Teilnehmer:innen – je nach individuellem Betroffenheits- und prognostiziertem Abwicklungsgrad ihrer Institution – geradezu zynisch erscheinen: Stand der Daily News betrafen die Sparmaßnahmen den Bereich Inklusion und Diversität zu 100 Prozent. Komplettabwicklung.
Dabei sollten nicht nur künstlerische Initiativen wie die Mondiale oder das Sinema Transtopia zugunsten einer wie auch immer missverstandenen ...
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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Kulturpolitik, Seite 38
von Anja Quickert
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