Feminat fini?

Durchbruch oder Strohfeuer? Was Anna Bergmann in sechs Jahren als Schauspieldirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe bewegt hat

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Ist das wirklich erst sechs Jahre her? Blickt man zurück auf den Amtsantritt von Anna Bergmann als Schauspieldirektorin in Karlsruhe, dann blickt man in eine andere Zeit. Klar: Vor allem in eine Zeit vor all den Umwälzungen, die Corona auch an den Theatern mit sich gebracht hat. Aber nicht nur das. Es war eine Zeit, in der es kaum jemandem auffiel, wenn große Bühnen ausschließlich von männlichen Regisseuren bespielt wurden.

Eine Zeit, in der es deshalb sogar der «New York Times» einen Bericht wert war, dass an einem deutschen Staatstheater eine ganze Schauspielsaison ausschließlich von Regisseurinnen gestaltet wird.

Es war eine Zeit, in der es beim Theatertreffen noch keine Frauenquote gab. Und eine Zeit, in der es am Badischen Staatstheater noch einen Generalintendanten gab, der für die Saison 2018/19 zwar mit großer Gönnergeste auf fast durchweg weibliche Spartenleitungen verwies, aber – wie sich in der 2020 ausbrechenden Führungskrise herausstellte – hinter den Kulissen durchaus meinte, das Haus nach altgewohnter Gutsherrenart im Alleingang lenken zu müssen.

13 Wiederaufnahmen
Tempi passati. Wie jetzt auch die Zeit von Anna Bergmann in Karls -ruhe. Was ist geschehen in diesen ...

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Theater heute August/September 2024
Rubrik: Bilanz, Seite 50
von Andreas Jüttner

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