Toula Limnaios «La Nef des Fols»

Berlin

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Die Choreografin Toula Limnaios und der Komponist Ralf R. Ollertz sind ein Match: Die Kompanie, die sie gemeinsam in Berlin aufgebaut haben, zählt zu den ganz wenigen, die mit einer eigenen Spielstätte aufwarten können. Die «Halle», ehemals sportlich bespielt und in unmittelbarer Nähe des einstigen Mauerverlaufs gelegen, ist an sich schon einen Vorstellungsbesuch wert. Überdies liefert die neue Produktion «La nef des fols» die Gelegenheit, dem Ensemble nach längerer Abstinenz wieder zu begegnen.

Was insofern lohnt, als die acht Performer*innen athletisch wie ästhetisch gut aufgestellt sind. Limnaios’ Choreografie bleibt dagegen im Klangraum einer Art Vorhölle hängen. Erst kämpft die Crew gegen Starkwinde, dann mit Seilen, Segeln und Hoodies. Das ist fein anzusehen, obwohl man nach fünf Minuten weiß, worum es geht – und absehen kann, wohin es läuft. Gleichwohl steckt das körperbetonte Bewegungsszenario voller Einfälle, die staunenswerte Vignetten hervorbringen: der Mann, der wie Barlachs «Schwebender» aus der Hinterwand des Gebäudes zu wachsen scheint; das drehkreuzartig rotierende Kollektiv, das Menschen und Schiffs-Taue organisch zusammenschweißt; schließlich die lastbündelartig ...

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Tanz August/September 2024
Rubrik: Kalender, Seite 33
von Dorion Weickmann

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