Theatertreffen: Zu viel plus zu wenig gleich Kompromiss

Die Auswahl zum Berliner Theatertreffen steht fest

Die Auswahl zum Berliner Theatertreffen steht fest

Es sind wieder zu wenig Regisseurinnen in der Auswahl. Viel zu wenig Theater aus kleineren Städten wie Darmstadt, Bern oder Oberhausen. Viel zu viel Postdramatik, Romane, Filme, Überschreibungen. Kaum migrantische Positionen, genauer gesagt: kein einziger Schwarzer, oder, wie die von der Social Media Abteilung der Berliner Festspiele am Tag der Schlussjurysitzung engagierte Schauspielerin Thelma Bouabeng zusammenfasste: «only white theatre for white people».

Und im Übrigen: künstlerisch gewagter, politisch und ästhetisch provokanter hätte das alles natürlich sowieso sein müssen!

Eingeklemmt zwischen Repräsentationsanforderungen und Best-of-Erwartungen hat die mit sieben verschiedenen, aber auch nicht unendlich weit auseinanderliegenden Geschmäckern ausgestattete Jury sich nach über 400 Sichtungen auf eine Kompromissauswahl geeinigt, an der vielleicht am meisten auffällt, dass die großen Koproduktionen der Freien Szene ganz selbstverständlich neben den großen Inszenierungen der Metropolentheater stehen, so etwa Thorsten Lensings Forster-Wallace-Adaption «Unendlicher Spaß» (Sophiensaele u.v.a.), Thom Luz «The Girl from the Fog ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute März 2019
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Eva Behrendt