Tanzforschung
gibt im epodium Verlag mit Nicole Haitzinger eine neue Zeitschrift heraus: «Tanz & Archiv: Forschungsreisen». Opulent von Barbara Wais gestaltet, arbeitet sich die Tanzwissenschaft an den Sammlungen der 1978 gestorbenen Kritikerin und Pädagogin Friderica Derra de Moroda ab, die ihre Privatsammlung der Universität Salzburg vermachte. «Biografik» heißt die jüngste Studie der Publikationsreihe.
In ihr soll «das Ich als Performance» im zeitgenössischen Tanz analysiert werden, natürlich im Rückgriff auf Derra de Morodas eigene biografische Spuren, die sie in ihren Briefwechseln und Forschungen hinterließ.
In der Tradition einer Doyenne lässt sich im selben Verlag nun auch Claudia Jeschke selbst feiern, in einer Festschrift zum 60. Geburtstag der Tanzwissenschaftlerin mit dem für sie passenden Titel «Denkfiguren» (herausgegeben von Nicole Haitzinger und Karin Fenböck). Hierzu wurde eine eigene Reihe gegründet, «derra dance research», noch eine Plattform für Publikationen der Tanzwissenschaft, um in den poststrukturalistischen See von Diskursen zu springen, in dem der Tanz sich radikal fortbewegt, sein Wissen fortträgt, um dessen Bewegung nun immer weiter fortschreiben zu müssen. Das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Bei seinem Einstand am Staatstheater Kassel 2006 hatte Johannes Wieland noch, vielleicht aus Ehrfurcht vor den Erwartungen namens Tanztheater, Bühnenbildgeräume und Kissengeschichten à la Pina Bausch choreografiert. Sein «Tanzabend II – catcher» dieser Saison zeigt einen eigenwilligen Bewegungsstil und verzichtet fast ganz auf Requisitenfummelei. Mutig. Das mit...
Das Opfer sperrt und wehrt sich gegen die Angriffe. Keine Chance. Behende klebt der Verfolger Zeitungsblätter auf den Körper. Immer mehr gedruckter Dreck bleibt an ihm haften – bis er unter der Papierlast der Lügen kollabiert. Ein zweifellos plakatives Bild in Eva-Maria Lerchenberg-Thönys «Macbeth». Es bedarf keines blutigen Schlachtens, um Gegner zu erledigen. Die...
Eine Ballerina tanzt mit des Deutschen Lieblingsauto. Der Werbespot scheint die perfekte Verbindung zu signalisieren. Der Tanz als beliebtes Amüsement am Samstagabend verbindet sich mit einem Auto, der großen Liebe der Männer am Samstagnachmittag. Aber so hat die berühmte Werbeagentur Jung von Matt nicht gedacht, die seit 2006 Mercedes-Benz als ihren Kunden pflegt...
