Sprachspiel und Antiken-Mahl
Das Original hieß noch «Meine Bienen. Eine Schneise». In Nürnberg fehlen nun seltsamerweise die Insekten im Titel, summen einem dafür aber, noch bevor die Vorstellung beginnt, aus Lautsprechern fast ein wenig bedrohlich um die Ohren. Ansonsten hat Stefan Otteni das Werk des Österreichers Händl Klaus gegenüber der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 2012 auch noch dahingehend abgespeckt, dass er die musikalische Untermalung wegließ.
Dabei war es doch damals hauptsächlich die alle Stilgrenzen genüsslich übertretende Osttiroler Musicbanda «Franui», die gekonnt von dem etwas wirren Text ablenkte und den Abend so zu einem leidlich erträglichen kleinen Gesamtkunstwerk anwachsen ließ.
Otteni aber konzentriert sich allein auf die Vorlage aus Wörtern, der er freilich so viel Melodie abzugewinnen versucht, wie Händl Klaus es zulässt. Dass der musikalisch schreiben kann wie wenig andere, dabei aber gerne auch den Inhalt des Erzählten aus den Augen verliert, ist nicht neu. Im vorliegenden Bühnen-Fall soll es um Naturschutz im Einzelnen und Familienverwirrungen im Besonderen gehen (oder umgekehrt). Als Krimigeschichte getarnt, schickt der Autor vier Personen auf die Suche nach der ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Chronik: Nürnberg, Seite 60
von Bernd Noack
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