Screening 5/26
JOCASTA‘S LINE
Sophokles lieferte die Vorlage, Igor Strawinsky die Partitur, und Sir Wayne McGregor erarbeitete mit dem Norwegischen Nationalballett in Oslo eine ganz eigene Fassung der Ödipus-Tragödie: «Jocasta‘s Line», vergangenen Herbst uraufgeführt (tanz 12/25), besticht als Gesamtkunstwerk. Geboren aus dem Geist kollektiver Kraftanstrengung, treten hier Gesangs-, Tanzund Orchesterdepartment gleichberechtigt in Erscheinung.
Grafische Präzision beherrscht die Bilder, wohlkalkulierte Choreografie die Bühne, und während das Stück am Opernhaus bereits abgespielt ist, lässt es sich auf der Website von Opera-Vision noch bis 21. Mai bestaunen. www.operavision.eu
3sat-Mediathek, www.3sat.de
Bis 8. Mai: «Trailer Park», Tanzstück von Choreograf Moritz Ostruschnjak für tanzmainz (tanz 10/25)
Bis 16. Mai: «Neele tanzt ihr Leben», Dokumentation von Anne Thiele: Neele Buchholz ist Schauspielerin und Tänzerin. Sie hat Trisomie 21 und will dennoch als selbstständige Künstlerin arbeiten.
Bis 13. Nov.: «Medea – die ganze Choreografie», Tanzabend des britischen Choreografen Thomas Noone, inspiriert von Euripides’ «Medea» sowie die Dokumentation «Medea in Barcelona – Thomas Noones getanzter ...
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Tanz Mai 2026
Rubrik: Kalender, Seite 48
von
Abschied
BIRGITTA TROMMLER
Birgitta Trommler war eine Macherin. An der Deutschen Sporthochschule Köln lernte sie von Maja Lex, auf die eigene Kreativität zu vertrauen. Alles andere kam dann ab 1965 in New York, in den Studios von Martha Graham und Katherine Dunham, in Trainings bei Cunningham und Limón. «Du kannst das, und wenn du das glaubst, dann wird das auch»,...
Jubiläum
MIR COMPAGNIE UND MINIMIR
Als Kind aus einer Arbeiterfamilie waren Ballett und ein rosa Tutu Anfang der Sechzigerjahre undenkbar. Und so spielte Béatrice Goetz, aufgewachsen in einer ländlichen Gemeinde bei Basel, leidenschaftlich Fußball und Basketball. Sie absolvierte ein Sportstudium und begann parallel, intensiv Tanzstunden zu nehmen. Schließlich...
Ein schwarzes Quadrat am Boden, kaum größer als ein Teppich. Kaltes Licht, ein Paar mit dem Rücken zu uns, er im Hemd, sie im knielangen Rock. Sie wirken bieder, halten einander die Hand. In ihrem neuen Stück «Where We Stand» widmet sich die Niederländerin Fay van Baar schwindender Zivilcourage, sobald ein Kollektiv ins Spiel kommt: dem «Jemand anderes wird schon...
