Nachrichten 1/25
Technique
TRISHA BROWN
Als Einstimmung auf die Berliner Gastspiele der Trisha Brown Dance Company bietet die Tanzfabrik Berlin in Kooperation mit der Kompanie zwei Workshops an, bei denen Teilnehmende sich intensiv mit der postmodernen Tanztechnik und dem Repertoire Browns auseinandersetzen können. Im Haus der Berliner Festspiele sind im Anschluss drei Stücke zu sehen.
Mit «Glacial Decoy» entwickelte die Choreografin und Tänzerin 1979 in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Robert Rauschenberg ihr erstes Stück für eine Blackbox-Bühne: fließende Bewegungen, ein minimalistisches Bühnenbild und Projektionen lassen die Grenzen zwischen Bühne und Off verschwimmen. In «Working Title» (1985) zeigt sich ihre Vorliebe für asymmetrische Bewegungsmuster und Improvisation: ein Spiel mit Struktur und Freiheit, inspiriert von der kindlichen Erfahrung des Laufens und dem Gefühl des Abhebens. Beide Choreografien bilden den Rahmen für eine neue Arbeit des Choreografen Noé Soulier: «In the Fall» (2024) verbindet Browns Bewegungsprinzipien mit Souliers eigener Sprache und führt so Browns künstlerisches Erbe weiter.
Jennifer Payán und Cecily Campbell sind erfahrene Ensemblemitglieder, die Browns ...
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Tanz Januar 2025
Rubrik: Praxis, Seite 64
von
Vorpommern ist instagrammable. Wälder im Gegenlicht, Tänzer*innen in Zeitlupe, nackte Füße auf Moosboden führen zu suggestiven Streicherklängen ein in die «Four Seasons» am Mecklenburgischen Staatstheater. Eine kluge Entscheidung, Videos des ehemaligen Berliner Staatsballett-Tänzers und heute als Fotograf und Filmemacher aktiven Olaf Kollmannsperger den einzelnen...
Keine Künstlerin, kein Künstler der freien Szene bleibt von den Kürzungen im Kulturetat verschont. Auch wenn Einzelne noch gefördert werden: Die Einschnitte sorgen längst dafür, dass sich unter den Kulturschaffenden der Hauptstadt ein Gefühl äußerster Hoffnungslosigkeit breit macht. Das ist dramatisch und traurig. Insbesondere wenn man die Anstrengungen bedenkt,...
Unter den Liebesdramen ist «Romeo und Julia» der Klassiker schlechthin – und in der laufenden Saison an vielen Häusern vertreten (tanz 12/24). Sergej Prokofjews Ballett, das er 1935 im Auftrag des Bolschoi auf ein Libretto von Adrian Piotrowski und Sergej Radlow unter Mitwirkung von Boris Assafjew im Gästehaus des Theaters in Polenowo bei Moskau schrieb, folgt...
