Mythos Kunst

Armin Petras im Gespräch über das neue Stück von Fritz Kater: «demenz depression und revolution». Über Ängste, große Erzählungen und die Lockenwickler der Geschichte.

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Franz Wille Als ich Claudia Nola, die Leiterin der Presseabteilung am Gorki Theater, nach einem Gesprächstermin mit Ihnen gebeten habe, meinte sie, ja, kein Problem, aber nur mit Armin Petras.
Armin Petras Klar, Gespräch jederzeit gerne. Aber hier sitzt nicht Fritz Kater, sondern Armin Petras.
FW Stehen Sie mit Fritz Kater in engerem Kontakt?
Petras Ja, doch.
FW Sprechen Sie öfter miteinander?
Petras Nee.


FW Wie funktioniert die Zusammenarbeit? Legt er Ihnen eines schönen Tages ein neues Stück auf den Schreibtisch, und ab da kann Armin Petras damit weiterarbeiten?
Petras So kann man das beschreiben. Es gibt ein Thema, über das wird mal gesprochen – und dann nie wieder. Das funktioniert sehr gut, eine ähnliche Zusammenarbeit wie mit Olaf Altmann, dem Bühnenbildner. Mit dem Unterschied, dass der noch weniger da ist. Fritz Kater und ich reden nur ganz zu Anfang und am Schluss.
FW Dann sagt er Ihnen, was er von der Inszenierung hält?
Petras Der sagt gar nichts. Der interessiert sich nicht für Theater, der interessiert sich fürs Schreiben. Was man den Texten oft auch anmerkt, weil es Texte zu Texten sind.
FW Fritz Kater denkt beim Schreiben nicht daran, was daraus auf dem Theater wird?
Petras ...

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Theater heute Januar 2013
Rubrik: Akteure, Seite 42
von Franz Wille

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