Heimat nirgends
Flüchtlinge haben ja längst eine Maßeinheit: Man gibt sie in Hunderten oder Tausenden an, in den Zeitungen und im Fernsehen begegnen sie uns als Masse, namenlos bleibt der Einzelne, sein ganz individuelles Schicksal unerzählt. Der junge, aus Kiew stammende Autor Dmitrij Gawrisch hat sich für sein Stück «Brachland» zwei Menschen herausgegriffen aus dem Pulk, der die Heimat verlässt, um etwas Besseres als den Tod zu finden.
Ivan und Oleg bleiben auf ihrem Weg aus Osteuropa irgendwo im Westen hängen, wo sie sich Arbeit erhoffen, ein Einkommen, das sie denen schicken können, die sie zurückgelassen haben. Das ist der Plan – eine Erfüllung wird nicht garantiert.
Vielleicht ist der Ort, an dem man in Jena dieses kleine, in seiner Vorhersehbarkeit etwas harmlose Stück spielt, gar nicht so falsch: Auf der Unterbühne, also quasi im Keller, treffen wir die zwei Männer, die am Rand der Gesellschaft, ganz unten angekommen sind. Die Hoffnungen erwiesen sich als falsch: Sie sind Illegale, sie verstecken sich, sie sind pleite – ihr Traum ist zertrampelt, ihre Existenz brüchig. Vorbei auch die Zeit, in der sie sich noch mit Lügen und Selbstbeschwichtigungen bei Laune halten konnten. In dieser ...
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Theater heute Februar 2015
Rubrik: Chronik Jena, Seite 52
von Bernd Noack
Friedrich Hofreiter muss zu seiner Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts eine imposante Figur gewesen sein: Gründerzeit-Industrieller mit Millionenvermögen und einer Villa in Baden bei Wien, wo die Gattin Genia residiert, die er regelmäßig mit gelangweilten Ehefrauen der besseren Gesellschaft betrügt; der Sohn geht in England aufs Internat. Außerdem spielt er ehrgeizig...
Aachen, Theater
27. Loher, Gaunerstück
R. Paul-Georg Dittrich
28. Trier, Manderlay
R. Jan Langenheim
Aalen, Theater der Stadt
10. Dürrenmatt, Der Besuch
der alten Dame
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
21. Keyserlingk,
Geschichten gegen die Angst
R. Tristan Vogt
Augsburg,
Sensemble Theater
5. Seidel, Schwarze Liste
R. Gianna Formicone, Nora Schüssler,
Sebastian Seidel
A...
Personen
Die Junge (30)
Die Mittlere (50)
Die Alte (90)
4 SCHWESTERN
(die Hundsmäuligen)
Das Beil, das Männer mordet, reiche mir einer rasch!
(Klytaimnestra)
Drei Betten, für Die Junge, Die Mittlere, Die Alte, und also wie drei Häuser und zugleich die Schließanstalten, in welchen die vier hundsmäuligen Schwestern diese Betten zu bewohnen pflegen...
