Hamburg: Armin Chodzinski «Allegorie der Unsterblichkeit»
«Parents love to watch their kids grow», sagt Ökonomie-Guru Denis Meadows. Ein Jahr, zehn Jahre, fünfzehn Jahre. Spätestens mit 18 aber dürfen die Kinder nicht mehr wachsen, spätestens dann bekommt rein quantitatives Wachstum einen Zug ins Monströse, Unheimliche und sollte durch eine qualitative Entwicklung ersetzt werden. So ist das, mit Eltern und Kindern.
Unbegrenztes Wirtschaftswachstum ist ebenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss, seit 40 Jahren: Damals veröffentlichte der Club of Rome seinen ersten, viel gelesenen Bericht namens «Grenzen des Wachstums».
Allein: Viel Wirkung zeigt er nicht. Sobald eine Volkswirtschaft in die Krise gerät, ist der erste (und meist auch einzige) Lösungsansatz, dass das Wachstum wieder in Schwung kommen müsse. Der Ex-Manager, Künstler und Performer Armin Chodzinski interpretiert grenzenloses Wachstum als Wunsch nach Unsterblichkeit: Wer immer weiter wächst, lebt ewig. Unsterblichkeit aber, das ist der Clou an Chodzinskis Lecture Performance «Allegorie der Unsterblichkeit – Was Sie schon immer über Wachstum wissen wollten» im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel, ist unmenschlich.
Chodzinski trägt eine Kastenbrille, einen leidlich sitzenden ...
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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Falk Schreiber
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