Halle: Michal Sedláček «#bizarr»
Der Ausgangspunkt – daran lässt schon der Beginn keinen Zweifel – ist das Barock. Die zwanzig Tänzer des Ballett Rossa der Oper Halle tragen rüschenreiche Kostüme, aufgetürmte Perücken – alles in strengem Schwarz und Weiß (Kostüme: Carla Caminati). Sie spazieren bereits während des Einlasses zu Vogelgezwitscher über den weißen Tanzboden der Raumbühne «Babylon», entworfen von Sebastian Hannak, während die Zuschauer in drei Etagen an den Seiten und im Parkett Platz nehmen.
Die Raumbühne ist ein Einheitsbühnenbild für verschiedenste Produktionen des Hauses, und «#Bizarr», die zweite Choreografie des stellvertretenden Ballettdirektors Michal Sedláček, der Beitrag der Sparte zum Spielzeit-auftakt.
Michal Sedláček greift nicht nur bei den Kostümen tief in die Barockkiste: Die Altmeister Johann Sebas-tian Bach und Johann Pachelbel stellen einen Großteil des Soundtracks, hinzu gesellt sich ein anderer Altmeister, nämlich Peter Gabriel, und musikalisch fügt sich das erstaunlicherweise zu einem runden Ganzen. Tänzerisch setzt Sedláček zunächst auf Massenszenen im Bühnenrund. Große ausgreifende Bewegungen mit individuellen Freiräumen für Tänzerinnen und Tänzer bestimmen das Bild. Wie ...
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Tanz Januar 2019
Rubrik: Kritik, Seite 39
von Torben Ibs
tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
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Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
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